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Deutliche Absage aus Japan

Japans Regierungssprecher lehnt Trumps absurde Geldforderung ab

Japans oberster Regierungssprecher lehnte die Forderung Trump nach mehr finanzielle Unterstützung für die US-Streitkräfte in Japan ab.

Tokyo hat im laufenden Geschäftsjahr bis März 2020 rund 197,4 Milliarden Yen (ca. 1,6 Milliarden Euro) für das US-Militär eingeplant. Die Summe deckt Basismitarbeiter, Versorgungsunternehmen und andere Dienstleistungen ab. Da das derzeitige Abkommen im März ausläuft, werden im kommenden Frühjahr neue Verhandlungen starten.

Japan hält sich an aktuellen Vertrag

„Wir haben die Kosten für die Stationierung der US-Streitkräfte in Japan auf der Grundlage des bestehenden Abkommens angemessen aufgeteilt“, sagte Kabinettschef Yoshihide Suga auf einer Pressekonferenz.

Einen Tag zuvor lehnte er es ab, zu den Äußerungen von Trump Stellung zu nehmen, wonach er Premierminister Shinzo Abe gebeten habe, mehr zu zahlen.

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„Ich habe Japan gefragt. Ich sagte zu Premierminister Abe, einem Freund von mir: „Shinzo‚ du musst uns hier heraushelfen. Wir zahlen viel Geld. Du bist eine reiche Nation. Und wir zahlen im Wesentlichen für euer Militär“, sagte Trump in London, im Rahmen des NATO-Gipfels.

Trump hat Japan in diesem Jahr aufgefordert, dass das Land das fünffache für die stationierten US-Streitkräfte zahlt.

Die Forderung wurde der japanischen Regierung im Juli von John Bolten übergeben.

Trump untermauert Geldforderung mit falschen Fakten

Trump kritisiert bereits seit längerem die Verpflichtungen der USA durch den Sicherheitsvertrag und betitelt diese als unfair und einseitig.

Um seine Forderung zu untermauern, argumentierte der US-Präsident mit falschen Fakten und sage, dass Deutschland mehr als Japan zahlt, was allerdings nicht stimmt.

Laut eines Berichts des Pentagon aus dem Jahr 2004 übernimmt Japan 74,5 Prozent der Kosten des US-Militärs im Land, Deutschland zahlt nur 32,6 Prozent.

Zudem versuche Trump Japan unter Druck zu setzen, in dem er den Sicherheitsvertrag zwischen beiden Ländern kritisierte.

Der Sicherheitsvertrag, den beide Länder nach dem Zweiten Weltkrieg geschlossen haben, verpflichtet die USA dazu, Japan zu verteidigen. Im Gegenzug garantiert Japan, dass das Land keinen Angriffskrieg führen wird. Außerdem stellt Japan Land für Militärstützpunkte zur Verfügung.

„Ich habe ihm gesagt, wir müssen es ändern“, so Trump auf einer Pressekonferenz nach dem G20-Gipfel in Japan. „Ich sagte, wenn jemand Japan angreift, helfen wir euch und wir kämpfen wirklich mit vollem Einsatz. Wenn jemand die Vereinigten Staaten angreifen sollte, müsst ihr das nicht tun. Das ist unfair.“

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