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Japans Regierungssprecher Suga zeigt Bedauern über „Trostfrauen“-Bericht der UN

Japans Kabinettsminister Suga zeigt großes Bedauern über den Bericht eines UN-Ausschusses, der Japans Handhabung der „Trostfrauen“-Thematik behandelt. Diese Angelegenheit sorgt seit Jahren für Spannungen zwischen Japan und Südkorea.

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Der Ausschuss der Vereinten Nationen zur Beseitigung der Rassendiskriminierung besteht aus 18 Personen. Er soll regelmäßig die Lage und Einhaltung der Menschenrechte in den Vertragsstaaten überprüfen; so auch in Japan. Hier untersucht das Komitee die japanischen Bemühungen zur Lösung der „Trostfrauen“-Problematik. So wurden Zwangsprostituierte genannt, die im Zweiten Weltkrieg für das Vergnügen japanischer Soldaten sorgen mussten. Viele von ihnen kamen aus Südkorea.

Der Bericht des UN-Komitees kritisiert nun Japans Haltung in dieser Thematik. Er veröffentlichte am Donnerstag seine Ergebnisse der Überprüfung. Japan solle endlich die Verantwortung für seine Rolle in dieser Angelegenheit übernehmen. Ein opferzentrierter Ansatz wird gefordert, damit eine dauerhafte Lösung des Problems gewährleistet werden kann.

Das Hin und Her in der „Trostfrauen“-Sache

Bezüglich des Berichtes erklärte Chef-Kabinettsminister Yoshihide Suga am Freitag der Presse, dass die „Trostfrauen“-Problematik eine derartige Überprüfung nicht rechtfertige, weil sie nicht in den Anwendungsbereich der internationalen Abkommen zur Beseitigung von Rassendiskriminierung fällt. Zudem zeigte er großes Bedauern, dass der Ausschuss Japans Erklärungen hinsichtlich dieses Themas nicht genügend berücksichtigt habe. Japans Botschafter Ken Okaniwa legte im UN-Büro für Menschenrechte in Genf Protest ein.

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Bereits 2015 unterzeichneten Südkorea und Japan ein Abkommen zur endgültigen Belegung und Einigung der „Trostfrauen“-Problematik. Unter anderem entschuldigte sich Japans Premier Shinzo Abe für Japans Umgang mit den Trostfrauen. Zudem spendeten sie etwa 7,7 Millionen Euro (1 Milliarde Yen). Nach dem Wechsel der südkoreanischen Regierung in 2017 wurde das Abkommen plötzlich in Frage gestellt. Südkorea forderte, dass Japan die „Wahrheit so akzeptiert, wie sie dem universellen Standard entspricht, und weiterhin Anstrengungen unternimmt, um die Ehre und Würde der Opfer wiederherzustellen und die Wunden in ihren Köpfen zu heilen“. Wichtig für die Opfer sei eine ernst gemeinte und freiwillige Entschuldigung von Seiten Japans.

Quelle: NHK

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