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Fans sollen Tourismus wieder auf die Beine helfen

Japans Region Kyushu setzt auf Anime und Manga, um den Tourismus zu beleben

Japan hat einige sogenannter Pilgerstätten für Anime- und Manga-Fans, die viele Fans, auch aus dem Ausland, ins Land locken. Doch durch die Pandemie ist der Tourismus fast zum erliegen gekommen.

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Vor der Pandemie sah man in Japan den Anime-Tourismus noch skeptisch, Forscher warten sogar vor negativen Folgen. Jetzt, da die Pandemie die Tourismusbranche fest im Griff hat, scheint Anime-Tourismus eine vielversprechende Möglichkeit, den Tourismus wieder anzukurbeln.

Reale Orte, die in Anime und Manga vorkommen, ziehen Fans an

Die Präfekturen in der Region Kyushu setzten nun auf genau diese Pilgerstätten, um den Tourismus wiederzubeleben. Die örtlichen Tourismusverbände sind überzeugt, dass der Anime-Tourismus den Fremdenverkehr beleben kann, da Fans aus dem In- und Ausland die Schauplätze der Geschichten das ganze Jahr über besuchen.

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Als Beispiel dient der Hachiman-Kamado-jinja in Beppu, der als Vorlage für einen Ort im sehr beliebten „Demon Slayer“ vorkommt. Der Shinto-Schrein und der Manga weisen eine Reihe von Gemeinsamkeiten auf.

Tanegashima versucht seine Bekanntheit, die es durch das Franchise „Robotic;Notes“ erlangt hat, zu nutzen. Die Chuo Senior High School dient als Vorlage für die Schule, die die Charaktere des Franchise besuchen. Für Fans steht sie für Fotos zur Verfügung und sie dürfen auch das Schulgelände betreten.

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Die Tanegashima Tourism Association hat eine Karte mit Pilgerstätten zusammengestellt, um den Anime-Tourismus zu fördern.

„Da die Zahl der Touristen aufgrund der Coronavirus-Pandemie drastisch zurückgegangen ist, gehen wir davon aus, dass Anime-Pilgerfahrten als Sprungbrett dienen können, um das ganze Jahr über Besucher anzulocken und den Tourismus wiederzubeleben“, sagte Tatsuya Matsuura. „Wir wollen nächstes Jahr eine Veranstaltung zum 10-jährigen Jubiläum von ‚Robotics;Notes‘ ausrichten.“

Die Stadt Hitoyoshi, nutzt „Natsume’s Book of Friends“, um Touristen anzulocken. Das Tamachi Sugawara Tenmangu ist in der Eröffnungssequenz zu sehen und zieht bereits seit einiger Zeit viele Fans an.

Fans kommen wieder zurück

In der Haupthalle stapeln sich Notizbücher mit der Aufschrift „Natsume’s Book of Friends, die mit Botschaften in Japanisch, Englisch und Chinesisch gefüllt sind, wie „Ich komme aus China“ und „Das ist mein sechster Besuch“. Die Notizbücher werden seit etwa 2011 ausgelegt, damit die Fans untereinander Kontakte knüpfen können.

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Früher besuchten die Fans den Schrein und füllten jedes Jahr drei Notizbücher mit ihren Botschaften. Doch aufgrund einer Überschwemmungskatastrophe, die durch sintflutartige Regenfälle in Hitoyoshi im Juli 2020 verursacht wurde und der Pandemie ging die Zahl der Besucher drastisch zurück, sodass im vergangenen Jahr nur ein einziges Notizbuch hinzukam.

„Die Situation in Bezug auf die Pandemie hat sich gebessert, daher hoffe ich, dass sie für Seichi Junrei zurückkommen und Hitoyoshi erhellen“, so  Sachiko Kurisu, Mitglied der Hitoyoshi Onsen Tourist Association.

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