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Ausgeglichener Haushalt rückt in weite Ferne

Japans Schulden erreichen neuen Rekordwert

Japans langfristige Schulden überstiegen im Geschäftsjahr 2021 zum ersten Mal die Marke von 1.000 Billion Yen (ca. 7,2 Billionen Euro) und erreichte damit einen neuen Rekordwert.

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Laut den Daten des Finanzministeriums stieg die Verschuldung auf genau 1.017,1 Billionen Yen und brach damit zum 18. Mal in Folge einen Rekord. Als Grund nannte das Ministerium die steigenden Kosten für die Sozialversicherung angesichts der schnell alternden Bevölkerung und die Ausgaben wegen der Pandemie.

Tilgen der Schulden rückt in weite Ferne

Die langfristigen Schulden stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 44 Billionen Yen (ca. 320 Milliarden Euro). Mittlerweile rückt das Ziel der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt, seine Haushaltslage zu verbessern, in weite Ferne.

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Die Staatsverschuldung nahm in den letzten 20 Jahren immer weiter zu und erreichte im Geschäftsjahr 2002 die 500 Billionen Yen Marke.

Rechnet man noch die langfristigen Schulden regionaler Gemeinden hinzu, die sich auf 193 Billionen Yen (ca. 677 Milliarden Euro) belaufen, kommt Japan auf eine Gesamtverschuldung von 1.210 Billionen Yen.

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Umgerechnet bedeutet das, dass jeder japanische Bürger mit 9,66 Millionen Yen (ca. 70.382 Euro) verschuldet ist.

Japans Staatsverschuldung steigt weiter an

Für das Haushaltsjahr 2022 plant die japanische Regierung im ersten Haushaltsplan Ausgaben in Rekordhöhe von 107,60 Billionen Yen (ca. 783 Milliarden Euro), unter anderem zur Finanzierung der steigenden Sozialversicherungskosten. Dabei wird mit Steuereinnahmen von etwa 65 Billionen Yen (ca. 473 Milliarden Euro) gerechnet, der Fehlbetrag soll mit der Ausgabe von Anleihen gedeckt werden.

Japans Staatsverschuldung könnte allerdings weiter schnell ansteigen, da die LDP ein Subventionspaket auf den Weg gebracht hat, um die steigenden Kosten für Energie und Lebensmittel aufzufangen, die durch die russische Invasion der Ukraine ausgelöst wurden

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