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Immer mehr Mobbingfälle werden gemeldet

Japans Schulen meldeten 2018 Rekordanzahl an Mobbingfällen

Die Zahl der Fälle von Mobbing an japanischen Schulen stieg im Schuljahr von 2018 auf einen traurigen Rekord von 543.993 Opfern an.

Es ist der höchste Stand aller Zeiten in Japan und ein Anstieg von 129.555 Opfern im Vergleich zu 2017, wie aus Daten des Ministeriums für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie hervorgeht.

Fortschritte darin, dass Schulen Mobbing anerkennen

In einer Umfrage untersuchte das Ministerium auch Probleme im Zusammenhang mit auffälligem Verhalten und dem Schwänzen der Schule. Laut eines Sprechers zeigen die Ergebnisse Fortschritte bei den aktiven Bemühungen, dass Mobbing in Schulen anerkannt wird.

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Laut den Zahlen gab es allerdings auch einen Rekord von schwerwiegenden Fällen. In 602 Fällen haben Schüler einen schwerwiegenden psychischen, physischen oder finanziellen Schaden erlitten. Das ist eine Zunahme von 128 Fällen gegenüber 2017.

Das Ministerium führte die Umfrage an insgesamt 37.192 privaten und öffentlichen Grund-, Mittel- und Oberschulen sowie Sonderschulen durch. An Grundschulen gab es 425.844 Fälle von Mobbing, eine Zunahme von 108.723 im Vergleich zu 2017.

In den Mittelschulen wurden 97.704 Fälle gemeldet, ein Plus von 17.280. In den Sonderschulen wurden 2.676 Fälle gemeldet, was einem Anstieg von 632 im Vergleich zu 2017 gleichkommt, während es in den Oberschulen 17.709 Fälle gab, ein Plus von 2.920.

Zahlen steigen, weil Schulen mehr Fälle melden

Die Zahlen sind gestiegen, weil das Bildungsministerium seit Inkrafttreten des Gesetzes zur Förderung von Maßnahmen zur Mobbingprävention die Schulen auffordert, Vorfälle von Streitigkeiten unter den Schülern zu melden.

Die Trends bei den Arten von Mobbing haben sich im Vergleich zu 2017 nicht geändert. Besonders Beleidigungen und „Scherze“ kamen am häufigsten vor.

Verleumdung machte 3 Prozent der Gesamtfälle aus, allerdings kommt diese Art des Mobbings an Oberschulen am häufigsten vor.

Selbstmordrate steigt

Als Reaktion auf die Zunahme schwerer Vorfälle sagte das Bildungsministerium: „Wir möchten, dass die Schulen darauf achten, Fälle nicht zu übersehen, die ein frühzeitiges Eingreifen erfordern, während sie versuchen, Mobbingfälle aktiv anzuerkennen.“

Auch die Selbstmordzahlen stiegen: Im Schuljahr 2018 nahmen sich 332 Schüler das Leben, im Schuljahr 2017 waren es 82. Neun von ihnen sollen unter Problemen im Zusammenhang mit Mobbing gelitten haben. 194 solcher Vorfälle wurden jedoch unbekannten Umständen zugeschrieben.

MA

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