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Japans Sicherheitsunternehmen leiden unter Arbeitskräftemangel

Bei einer Polizeiumfrage wurde festgestellt, dass mehr als 90 Prozent der Sicherheitsunternehmen in Japan unter Arbeitskräftemangel leiden. Besonders in Hinblick auf die Olympischen Spiele und Paralympics 2020 besteht deshalb große Sorge, da nicht klar ist, ob genügend Mitarbeiter die Sicherheit der Besucher und Athleten gewährleisten können. Aus diesem Grund denkt die Nationale Polizeibehörde über eine Entlastung für die Unternehmen nach.

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Die Nationale Polizeibehörde erwägt, die gesetzlichen Bestimmungen zu überarbeiten und will zusätzlich ein Online-Schulungssystem für Sicherheitskräfte einführen. So sollen die Unternehmen entlastet werden, die Personal einstellen wollen. Insgesamt gab es Ende 2016 in ganz Japan nur 9.400 Sicherheitsunternehmen und 540.0000 Wachleute. Zwischen September und November 2017 wurden mehrere Sicherheitsunternehmen in einer Umfrage befragt, die 485 Unternehmen beantworteten.

Bei dieser Umfrage antworteten 96,5 Prozent, dass vor allem auf Baustellen die Sicherheitsmitarbeiter fehlen. Aber auch die Verkehrswächter für die Baustellen sind nicht hinreichend vorhanden. Auch Personalkontrollen können laut 94,5 Prozent der Unternehmen nur mangelhaft durchgeführt werden. 83,4 Prozent sagten auch, dass sogar an den Flughäfen die Sicherheitskräfte fehlen, einschließlich der Gepäckkontrolle. 81,9 Prozent bemängelten zusätzlich die wenigen Gebäudeschutzmitarbeiter.

Laut 79,3 Prozent der Unternehmen liegt der Personalmangel vor allem an den niedrigen Löhnen, gefolgt von der alternden Bevölkerung und einem Mangel an neuen Arbeitskräften. 57,1 Prozent der Unternehmen sagten außerdem, dass der Arbeitskräftemangel auch daher stammt, dass die Nachfrage wächst. Aus diesem Grund haben viele Firmen angefangen, die Rekrutierungsbemühungen zu unterstützen, 77,6 Prozent haben auch die Löhne erhöht oder andere Bedingungen verbessert. Um die fehlenden Mitarbeiter auszugleichen, nutzen aber nur 3,3 Prozent der Unternehmen Roboter und andere fortschrittliche Informations- und Kommunikationstechnologien.

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7,6 Prozent der Unternehmen wollen Technologien wie Sicherheitskameras und biometrische Authentifizierung einführen. Doch vielen Unternehmen fehlen die Kenntnisse über den jüngsten Fortschritt und die Kosten für die neuen Technologien sind für viele der Sicherheitsunternehmen zu hoch. Der Vorsitzende der Nationalen Kommission für öffentliche Sicherheit sagte am Donnerstag auf einer Pressekonferenz, dass sie die Polizei anweisen werden, mit den Industriebehörden zusammenzuarbeiten und notwendige Maßnahmen zu erleichtern. So sollen die Sicherheitsunternehmen weiterhin ihre Arbeit für die Sicherheit der Gesellschaft tätigen können.

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