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Preis für Buchweizen steigt immer weiter

Japans Soba sind ein Opfer der russischen Invasion in der Ukraine

Soba, Nudel aus Buchweizen, die als gesund gelten und sehr beliebt in Japan sind, sind ein Opfer der russischen Invasion der Ukraine geworden.

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Denn obwohl diese Nudeln wohl eines der typischsten japanischen Lebensmittel ist, stammt der größte Teil des Buchweizens aus Russland, dem weltweit größten Buchweizenproduzenten.

Import von russischen Buchweizen ist schwieriger geworden

Zwar kann russischer Buchweizen immer noch importiert werden, aber die Beschaffung ist schwieriger geworden und immer wieder warten Restaurants auf ihre Lieferungen, die sie zur Herstellung von Soba benötigen. Gleichzeitig ist der Preis deutlich angestiegen, da mehrere Faktoren, insbesondere die Transportwege, den Buchweizen teurer gemacht haben.

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Auch Sojasoße, Mehl, das für Tempura verwendete Gemüse und der Fisch, der für die Brühe verwendet wird, sind teurer geworden.

Die Nudeln sind besonders bei Arbeitern und Studenten beliebt, die in kleinen Läden schnell gegessen werden können, sie haben viele Vitamine und Mineralien und sind preiswert.

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Ergebnis der Situation, immer mehr Restaurants erhöhen ihre Preise, womit Soba seinen Ruf als preiswerte Mahlzeit, die man kalt oder warm essen kann, verliert.

Trotz der Beliebtheit produzierte Japan laut der Japan Soba Association im Jahr 2020 nur 42 Prozent des benötigten Buchweizens im Land. Der Rest wurde importiert und bisher war Russland für Japan die wichtigste Quelle, vor China.

Dank der russischen Invasion der Ukraine ist der Preis für Buchweizen mittlerweile stark angestiegen, dazu kommt der schwache Yen, der den Import noch einmal teurer macht.

Ferner haben die Sanktionen gegen Russland dazu geführt, dass die Zahlung von Rechnungen deutlich erschwert wurde.

Zeit des günstigen Soba bald vorbei

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Laut Nikkoku Seifun, ein Importeur von Buchweizen, sind die größten Probleme Lieferverzögerungen und ein Anstieg des Preises um 30 Prozent in den letzten sechs Monaten.

Russland produziert etwa die Hälfte des weltweiten Buchweizens, durch die Probleme wird sich die Nachfrage nach China, dem zweitgrößten Produzenten, verlagern. Allerdings hat China dieses Jahr die Produktion reduziert, was die Preise weiter steigen lässt.

Für Soba-Restaurants wird es daher zunehmend schwieriger, ihre Preise nicht zu erhöhen. Zwar nehmen viele Kunden kleinere Preiserhöhungen einfach hin, aber auch das ist irgendwann vorbei.

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