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Reisepässe sollen geprüft werden

Japans steuerfreie Geschäfte sollen Quarantäne-Brecher melden

In Japan steigen wieder die Infektionszahlen und damit die Sorge vor einer schnellen Ausbreitung von Covid-19. Aus dem Grund sollen nun steuerfreie Geschäfte genauer auf ihre Kunden schauen und Quarantäne-Brecher den Behörden melden.

Die japanische Regierung will zu den Olympischen Spiele eine Ausbreitung des Virus unbedingt verhindern. Aus dem Grund wollen sie die sogenannten Duty-Free-Läden auffordern, den Reisepass von Kunden zu überprüfen. Anhand des Datums der Einreise soll kontrolliert werden, ob sie gegen ihre 14-tägige Quarantäne verstoßen haben.

Quarantäne bleibt bei der Einreise Pflicht

Ebenfalls sollen die steuerfreien Geschäfte der National Tax Agency die digitalen Kaufbelege von Quarantäne-Brechern zukommen lassen. So soll der Druck aufgebaut werden, dass sich Reisende an die Regeln und die Quarantäne halten.

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Ende Juni wurde die Bitte bereits an die verschiedenen Betreiber der Geschäfte geschickt. Alle sind angehalten, Informationen zu bestimmten Regelverstößen sofort dem Gesundheitsüberwachungszentrum für ausländische Einreisende weiterzugeben.

Zurzeit sind alle Personen dazu verpflichtet, nach der Einreise nach Japan sich 14 Tage lang selbst zu isolieren, auch wenn ein negativer Corona-Test vorliegt. Reisende aus Ländern mit hochansteckenden Virusvarianten sollen zehn Tage in besonderen Hotels oder anderen überwachten Einrichtungen bleiben und sich erneut testen lassen.

Ausgenommen von den normalen Kontrollen sind Personen, die Verbindungen zu den Olympischen Spielen haben. Dafür müssen sie jedoch vor der Einreise Vorkehrungen treffen und mindestens für drei Tage in Japan in die Quarantäne. Zurzeit dürfen nur diese Personen einreisen und japanische Staatsangehörige, Personen mit „besonderer außergewöhnlicher Umstände“, sowie ausländische Bewohner.

Quarantäne-Brecher sind ein Problem

Bis Juni reisten um die 17.000 Menschen nach Japan ein und einige ignorieren die Corona-Regelungen komplett. Die Regierung versuchte bereits mit Strafen wie öffentlicher Namensnennung, der Aufhebung des Aufenthaltsstatus oder gar der Abschiebungen abzuschrecken. Das letzte wird dabei nur in Härtefällen bei ausländischen Personen angewendet.

Olympische Personen werden hingegen dem Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales die Angelegenheit gemeldet, welche den Verstoß an das Organisationskomitee der Spiele weitergibt.

Gerade wegen der steigenden Zahlen werden die Quarantäne-Brecher allerdings zu einem großen Problem. Zuletzt gab die Regierung an, dass um die 300 Personen pro Tag vermutlich nicht in Quarantäne sind oder sich an anderen Orten als ursprünglich angegeben befanden.

Die steuerfreien Geschäfte sind dabei ein beliebter Ort für Touristen, womit sie sich gut als eine Art Kontrollpunkt eigenen. In ihnen fallen die Verbrauchssteuer von 8 bis 10 Prozent auf die Produkte weg. Landesweit gibt es laut der Japan Tourism Agency rund 55.000 dieser Geschäfte.

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