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Go To Travel

Japans Tourismusbranche fordert schnelle Wiederaufnahme der Reisesubvention

Jiji: Japans Tourismusbranche fordern von der japanischen Regierung, die Reisesubvention „Go To Travel“ schnell wieder aufzunehmen. Allerdings sprechen sich Wirtschaftsexperten dafür aus, das Geld für die Subvention anderweitig zu verwenden.

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Für die Subvention wurden insgesamt rund 2,7 Billionen Yen (ca. 20 Milliarden Euro) bereitgestellt, um den Inlandstourismus zu fördern.

Reisesubvention als Hilfe der pandemiegeplagten Tourismusbranche

Die Subventionen deckte die Hälfte der Reisekosten bis maximal 20.000 Yen ab. Ziel war es, die Tourismusbranche zu unterstützten, die durch die Pandemie stark beeinflusst wurde.

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Ende 2020 stiegt die Zahl der Neuinfektionen allerdings sprunghaft in Japan an, sodass die Reisesubvention eingestellt wurde. Etwa 1,3 Billionen Yen (ca. 9,8 Milliarden Euro) sind daher ungenutzt.

Mittlerweile ist die Zahl der Neuinfektionen in Japan wieder stark gesunken und hält sich auf einem niedrigen Niveau, die Menschen sind allerdings weiterhin sehr vorsichtig und sehen von Reisen ab.

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Zudem dürfen Touristen aus dem Ausland weiterhin nicht nach Japan einreisen.

Hiroyuki Takahashi, Vorsitzender des Reisebüros JTB Corp. sagte, dass die japanischen Kunden auf die Wiederaufnahme der „Go-To-Travel-Kampagne“ warten, bevor sie ihre Buchungen vornehmen.

Mitarbeiter der Japan Travel and Tourism Association trafen sich am 15. Oktober mit Japans Tourismusminister Tetsuo Saito und baten darum, dass die Reisesubvention so bald wie möglich wieder aufgenommen wird.

Viele Gegenstimmen

Das Ministerium befürchtet allerdings, dass, wenn die Kampagne wieder gestartet wird, sich das Coronavirus erneut schnell ausbreiten wird.

Die japanische Regierung versucht im Moment mit Testreisen herauszufinden, wie man so eine Situation vermeiden kann.

Wirtschaftsexperten wiederum argumentieren, dass die Subvention sich nur unwesentlich auf die Branche im vergangenen Jahr ausgewirkt hatte. Viele halten die Wiederaufnahme daher für unsinnig, da andere Wirtschaftszweige ebenfalls Geld benötigen.

Auch innerhalb der Tourismusbranche gibt es Forderungen nach anderen Ansätzen, um die Branche längerfristig zu unterstützten.

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