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Japans Umweltminister nimmt sich nach Geburt seines Kindes Vaterschaftsurlaub

Minister setzt mit seiner Entscheidung ein Zeichen für die Gesellschaft

In Japan ist immer noch die Meinung stark vertreten, dass die Kindererziehung reine Frauensache ist. Aus diesem Grund nehmen sich nur wenige Männer Vaterschaftsurlaub. Neben Vorurteilen müssen sie zusätzlich mit Diskriminierungen am Arbeitsplatz rechnen. Nun setzt der japanische Umweltminister ein deutliches Zeichen und nimmt sich für die Geburt seines Kindes Vaterschaftsurlaub.

Umweltminister Shinjiro Koizumi bestätigte, dass er zur bevorstehenden Geburt seines ersten Kindes Elternurlaub nehmen will. Als er letzten September seinen Posten antrat, sprach er bereits über den Urlaub. Er wolle seine Frau nicht alleine lassen und gab an, dass sie sich auch die Arbeit im Haushalt teilen.

Pflichten des Ministers sollen nicht unterm Urlaub leiden

Aktuell plant Koizumi, sich in den drei Monaten nach der Geburt zwei Wochen freizunehmen. Seine Arbeit soll dabei nicht leiden und er versucht, mit verkürzten Arbeitszeiten und Telearbeit seine Aufgaben trotzdem zu erledigen. Er denkt ebenfalls darüber nach, die parlamentarischen Vizeminister und andere Beamte um Unterstützung bei der Arbeitsbewältigung zu bitten.

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Koizumi ist der Ansicht, dass Japan seine veralteten Ansichten ablegen und die Gesellschaft die Haltung zur Kinderbetreuung ändern muss. Laut dem Gesundheits- und Arbeitsministerium nahmen sich 2018 nur sechs Prozent der Väter Elternurlaub. Im Vergleich waren es bei den Müttern 80 Prozent der Arbeitstätigen. Väter sollen dazu laut dem Minister zu Hause eine größere Rolle spielen dürfen, was aktuell meistens nicht der Fall ist.

NHK

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