Japans und Chinas Verteidigungsminister treffen sich zum ersten Mal seit Jahren

Seit einer Weile versuchen China und Japan ihr Verhältnis zueinander zu verbessern und politische Spannungen zu beseitigen. Deswegen trafen sich am Freitag der japanische und chinesische Verteidigungsminister in Singapur. Es war das erste offizielle Treffen seit ungefähr drei Jahren.

Gesprächsthema zwischen Takeshi Iwaya und Wei Fenghe war vor allem der geplante bilaterale Kommunikationsmechanismus der beiden Länder. Das System soll bei Notfallsituationen auf dem Meer oder im Luftraum zum Einsatz kommen. Mit der direkten Verbindung können sich Situationen oder Zusammenstöße schnell aufklären.

Verteidigungsminister Takeshi Iwaya befürwortet das System. Der Vertrauensaustausch ist für die Vertrauensbildung und das gegenseitige Verständnis für ihn äußerst wichtig. Mit dem Kommunikationsmechanismus will Iwaya den Verteidigungsaustausch zwischen den beiden Ländern verbessern. Sein chinesischer Amtskollege, Wei Fenghe, stimmte ihm inhaltlich zu. Iwaya wird China wahrscheinlich auch bei der Einrichtung der Sicherheitshotline um Hilfe bitten.

Seit Juni ist das System schon aktiv

Den Streit um mehrere kleine Inseln thematisierten die beiden hingegen nicht. Das System soll jedoch ebenfalls dabei helfen, den Konflikt etwas zu ebnen. Bis jetzt ist allerdings nicht ganz klar, wenn der Kommunikationsmechanismus voll einsatzbereit ist und welches Gebiet er abdeckt. Bereits im Juni starteten die beiden Länder das System, nachdem es zu Streitigkeiten bei den Territorien kam.

Experten bewerten das Treffen zwischen den beiden Ministern positiv. Vor allem da es kurz vor dem Gespräch zwischen Japans Premierministers Shinzo Abe und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping stattfand. Es ist ein gutes Zeichen, dass die Situation zwischen den beiden Ländern entspannt.

Quelle: Mainichi Shimbun

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