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Neues Alter soll auf 75 Jahre festgelegt werden

Japans Unterhaus genehmigt spätere Auszahlung der Rente

Seit einer Weile arbeitet die japanische Regierung daran das Rentengesetz zu ändern, um es an die alternde Bevölkerung anzupassen. Am Diensttag verabschiedete das Unterhaus dazu die Gesetzesvorlage, laut der die Rente verspätet ausgezahlt werden darf.

Nach dem derzeitigen Gesetz ist eine Auszahlung der Rente ab einem Alter von 65 Jahren vorgesehen. Es gibt in dem staatlichen Rentensystem allerdings allgemein die Möglichkeit Leistungen zwischen 60 Jahren bis 70 Jahren zu erhalten. Der neue Gesetzesentwurf setzt nun das Alter hoch und sieht eine Obergrenze von 75 Jahren vor.

Wer länger wartet, bekommt mehr Geld

Das höhere Alter soll Menschen unterstützen, die länger in ihren Job bleiben wollen oder sich entscheiden wieder arbeiten zu gehen. Bei dem neuen System gibt es für sie dabei Vorteile. Für jeden Monat, den sie länger arbeiten, werden ihre Leistungen um 0,7 Prozent erhöht. Personen können so den Betrag um 84 Prozent erhöhen, wenn sie erst mit 75 Jahren in Rente gehen und nicht mit 65 Jahren.

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Es soll noch eine Änderung geprüft werden, bei der die Zahlungen aus dem Arbeitnehmerrentenprogramm gekürzt werden, wenn Senioren als Berufstätige ein bestimmtes Einkommen erreichen. Bei dem aktuellen System erhalten Personen im Alter 60 bis 64 Jahre mit einem Monatslohn von umgerechnet 2.405 Euro eine Kürzung.

Unter der Gesetzesänderung wird die Summe auf 4.037 Euro angehoben, was dieselbe Summe ist, wie bei Personen ab 65 Jahren. Die Regierung hofft so mehr Senioren zum Weiterarbeiten zu motivieren, um dem Arbeitskräftemangel im Land entgegenzuwirken.

Kleine Unternehmen werden mit einbezogen

Der Geltungsbereich bei dem Gesetzesentwurf ist zusätzlich erweitert, weswegen auch Teilzeitbeschäftigte und andere unregelmäßige Arbeitnehmer sich für das Arbeitnehmerrentenprogramm anmelden können. Das geht, da Unternehmen mit wenig Arbeitskräften mit einbezogen werden.

Bisher mussten sich nur Unternehmen mit 501 Angestellten oder mehr anmelden. Mit dem Gesetzesentwurf sinkt die Zahl auf zu Oktober 2022 auf 101 Mitarbeiter. Ab Oktober 2024 soll die Zahl dann sogar bei 51 Personen liegen. Der Gesetzesentwurf soll in der laufen Parlamentssitzung durch das Oberhaus verabschiedet werden.

MS

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