• News
Home News Japans Verbrechergruppen haben es immer schwerer
Anzeige

Japans Verbrechergruppen haben es immer schwerer

Vor Jahren gehörten die Bosozoku Gangs und Yakuza Japan zu den gefürchtetsten Verbrechern der Welt. Doch mittlerweile haben es die Verbrechergruppen in Japan immer schwerer und die Zahl ihrer Mitglieder schrumpft dauerhaft, wie die Nationalpolizei bekannt gab.

Seit 2011 sinken die Mitgliederzahlen der Syndikate jährlich um etwa 10 Prozent. Einen wirklichen Zuwachs gibt es demnach nicht mehr. Laut Kobe Shimbun half die Polizei 4.810 Menschen zwischen 2010 und 2017 Gruppen zu verlassen. Ursache für den Rückgang sind vor allem die Maßnahmen der Polizei, die härter durchgreift als vorher. Gesetze, die es schon seit einer Weile gibt, die jedoch nicht wirklich zur Anwendung kamen, sind nun häufig der Grund für einen Gefängnisaufenthalt.

Ebenfalls ist es immer schwieriger sich in der heutigen Zeit vor den Behörden zu verstecken. Identitäten lassen sich mittlerweile schnell ermitteln und Beweise liefert die moderne Technik. So nahm im Februar eine Überwachungskamera am Eingang der Yamaguchi-gumi den Angriff auf ein rivalisiertes Bandenmitglied durch mehrere Mitglieder der Gruppe auf.

Die Polizei nahm die fünf Täter fest und fragte nach den Aufnahmen der Kamera. Da sich das Syndikat weigerte, kam es zu einer Hausdurchsuchung und der Beschlagnahmung. Die Beamten stellten dabei fest, dass der Angriff auf den Bändern fehlt. Sie nahmen daraufhin elf weiter Mitglieder fest, die vermutlich den Vorfall absichtlich löschten und so mutwillig Beweise zerstörten.

Festnahmen für Geständnisse

Verbrecher wegen der Zerstörung oder Verfälschung festzunehmen, gehört zu den neuen Taktiken für Festnahmen. Da es sich um einen Verstoß des organisierten Verbrechenskontrollgesetzes handelt, können sich die Täter nicht wehren. Ein Beamter erklärte, dass die Polizei lange bei der Gewalt zwischen den Banden wegsah, bis es Zivilisten betraf. Als die Übergriffe auf normale Menschen übergingen, nahmen sie die Fälle ernster. Mit der Anwendung des Gesetzes zu Beweismitteln wollen sie jedoch in erster Linie den Druck zu einem Geständnis erhöhen.

Ein weiteres Gesetz, das die Verbrecherbanden deutlich einschränkt, ist die organisierte Kriminalitätsverordnung von 2011. Sie verbietet den Syndikaten die Auszahlungen und ermutigt Banken, Immobilienagenturen und andere Unternehmen keine Verträge mit Mitgliedern zu machen und vorhandene Verträge zu kündigen. Auf Formularen müssen Kunden deswegen nun bestätigen, dass sie in keiner Gang sind. Sollten sie lügen, kann die Polizei sie später wegen Betrugs festnehmen.

Ein eingeschränktes Leben

Allein letztes Jahr nutzen 59 der 120 Banken in Japan die Verordnung und schlossen so 1.300 Konten. Einige Yakuza-Mitglieder versuchten deswegen erfolglos vor dem Gericht zu klagen, da sie in der Verordnung eine Menschenrechtsverletzung sahen. Demnach gibt es in beide Richtungen aktuell nur Probleme für die Mitglieder. Wenn sie ihre Identität ehrlich offen legen, bleiben ihnen bestimmte Dienstleitungen verweigert.

Wer sie verbirgt, muss mit Festnahmen rechnen. Ein Austritt ist für viele deswegen die einzige Möglichkeit. Ein Neuanfang ist jedoch schwer, da viele die ehemaligen Verbrecher nicht als Arbeiter haben wollen und die Gesellschaft sie stigmatisiert. Allerdings gibt es mittlerweile jedoch Projekte, die unter anderem ehemaligen Häftlingen beim Start in ein ehrliches Leben helfen.

Quelle: Japan Times

Unser Podcast

Rolling Sushi - Japan für die Ohren

Anzeige

Anzeige

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here

Anzeige

Cookie-Einstellung

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und Werbung einblenden zu können,verwenden wir Cookies. Datenschutz | Impressum

Treffen Sie eine Auswahl um fortzufahren

Ihre Auswahl wurde gespeichert!

Hilfe

Hilfe

Um fortfahren zu können, müssen Sie eine Cookie-Auswahl treffen. Nachfolgend erhalten Sie eine Erläuterung der verschiedenen Optionen und ihrer Bedeutung.

  • Alle Cookies zulassen:
    Jedes Cookie wie z.B. Tracking- und Analytische-Cookies.

Sie können Ihre Cookie-Einstellung jederzeit hier ändern: Datenschutz.

Zurück