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Japans Verkehrsministerium will Flugregeln für ehemalige SDF-Piloten vereinfachen

Um mehr zukünftige Airline-Piloten zu erhalten, will das japanische Verkehrsministerium die Regeln für ehemalige Self Defense Force (SDF)-Piloten vereinfachen.

Normalerweise müssen zukünftige Airline-Piloten, auch SDF-Piloten, das Flugzeug, das sie in ihrem neuen Job kontrollieren sollen, mindestens 12 Mal zur Ausbildung fliegen, bevor sie sich einem Flugfähigkeitstest unterziehen können. Allerdings gibt es nur eine begrenzte Möglichkeit für die Flugausbildung auf großen Verkehrsflugzeugen. Und auch die Kosten sind, wenn sich eine solche Chance ergibt, ziemlich hoch. Diese hohen Anforderungen haben viele ehemalige SDF-Piloten daran gehindert, in die private Luftfahrtindustrie einzusteigen.

Da aber immer mehr Piloten bei den Airlines fehlen, hat das Verkehrsministerium beschlossen, für SDF-Piloten die Flugfähigkeitstests für Passagierflugzeuge, die von einem Piloten und einem Co-Piloten geflogen werden, von der Ausbildungspflicht auszunehmen. Allerdings müssen sie mindestens 12 Mal in Patrouillen- oder Transportflugzeugen gelandet oder gestartet sein. Die Nachfrage nach Flugreisen ist in Japan gestiegen, da auch immer mehr Billigfluggesellschaften zur Verfügung stehen.

Allerdings sehen sich die kommerziellen Fluggesellschaften zunehmend mit einem Pilotenmangel konfrontiert. Da das Rentenalter für die meisten SDF-Piloten bei Mitte 50 liegt, Privatpiloten aber bis Ende 60 fliegen dürfen, könnten die ehemaligen Piloten den Arbeitskräftemangel ausgleichen. Im Januar 2017 hatte die japanische Luftfahrtindustrie 6.389 Piloten, von denen nur 5,4 Prozent ehemalige SDF-Piloten waren. Laut Angaben der Luftfahrtindustrie haben sich jährlich nur etwa acht Piloten der SDF den Verkehrsfluggesellschaften angeschlossen.

Die rund 50-Jährigen bilden in den großen Fluggesellschaften mit Abstand die größte Gruppe der Piloten. Deshalb wird in den kommenden Jahrzehnten auch mit einer Massenpensionierung gerechnet. Bei den Billigfluggesellschaften sind viele Piloten sogar bereits rund 60 Jahre alt. Aus diesem Grund betreiben die Billigfluggesellschaften ihre Flüge schon jetzt nur noch mit der minimalen Anzahl an Besatzungsmitgliedern und müssen immer wieder viele Flüge wegen Pilotenmangels absagen. Peach Aviation Ltd und Vanilla Air Inc. mussten sogar 2014 ihre Flüge einstellen.

Auch Airdo Cop. hat im November 2017 und im Februar dieses Jahres mehr als 50 Flüge gestrichen, da sie nicht genügend neue Piloten finden konnten. Auch wenn jährlich rund 300 neue Piloten in die Luftfahrtindustrie einsteigen, fehlen bis 2020 weitere 80 neue Piloten, um den Arbeitskräftemangel zu beheben, wie das Verkehrsministerium prognostiziert. Als Reaktion auf den Pilotenmangel hat das Ministerium auch die Altersgrenze für Privatpiloten von 64 auf 67 Jahre angehoben. Und auch die Einschreibung des Civil Aviation College, der einzigen staatlich geförderten Pilotenschule, wurde ausgeweitet.

Quelle: Asahi Shimbun

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