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Japans Versicherungsprogramm fehlen wegen Rechenfehler mehrere Milliarden Euro

Das japanische Versicherungssystem sorgt dafür, dass alle im Land abgesichert sind. Doch nun könnte es demnächst ein großes Problem mit den Krankenversicherungsprämien der staatlichen und anderen Krankenversicherungsgewerkschaften geben. Mehrere Milliarden Euro sollen für die Versicherten fehlen und Schuld daran ist vermutlich ein Rechenfehler.

Die Health Insurance Claims Review & Reimbursement Services meldete den Fehler schon im Januar dem Gesundheits-, Arbeits- und Sozialministerium. Sie gehen davon aus, dass ein Mitarbeiter des Ministeriums die Zahlen für die Prämien der Versicherten falsch berechnete und sie ungenau sind. Der Rechenfehler könnte dazu führen, dass den Versicherungen 159 Milliarden Euro weniger zur Verfügung stehen.

Statt jedoch auf das Problem zu reagieren, wies das Ministerium nur die Gesellschaft an, den Wert zur Veröffentlichung im März einfach zu korrigieren. In einem Statement bestätigte die Pflegeversicherungsplanung des Ministeriums lediglich den Fehler. Sie wollen deswegen alle Mitarbeiter in der Zukunft dazu anhalten, die Richtigkeit ihrer Berechnungen genau zu prüfen.

Ein Fehler und viel Chaos

Das kann nun massive Folgen für die Unternehmen und Gewerkschaften haben. Sie können nämlich ohne die genauen Angaben ihr Budget nicht zusammenstellen. Grundlage dafür sind die Prämienbeiträge der Versicherten, die eigentlich mit den Berechnungen festgelegt sind.

Genauer erhalten Krankenversicherungsgewerkschaften die Prämien für das Krankenpflegeversicherungsprogramm von den Versicherten. Über das Ministerium zahlen sie das Geld anschließend an die Gemeindeverwaltung, die die Versicherung verwaltet. Jede Gewerkschaft wiederum berechnet die an den Versicherten zu zahlende Leistung auf Grundlage des Koeffizienten der Gesellschaft.

Der Koeffizient erscheint am Ende jeden Jahres, damit die Gewerkschaften ihre Haushaltspläne bis März erstellen können. Da die Zahlen jedoch erst zum März geändert wurden, ist das aktuelle Budget falsch berechnet. Dadurch soll das Budget von allen betroffenen Krankenversicherungsgewerkschaften um die 159 Milliarden Euro geringer sein, als angenommen.

Große Probleme für die Gewerkschaften

Erst am 1. April erhielten die Gewerkschaften eine Benachrichtigung von dem Ministerium zu dem Rechenfehler. Sie sollen nun eigenständig innerhalb dieses Geschäftsjahres den korrekten Beitrag mit Reservefonds und anderer finanzieller Mittel auszahlen. Sie haben jedoch Zeit, die Zahlungen bis auf das Haushaltsjahr 2020 aufzuschieben. Das Ministerium selbst möchte vorerst keine Maßnahmen ergreifen, da es nicht möglich ist, den Finanzierungsengpass auszugleichen. Sollte es zu einer Beeinträchtigung des staatlichen Pflegeversicherungsprogrammes kommen, soll es eine Reaktion geben.

Die Forderung des Ministeriums bedeutet jedoch für Gewerkschaften noch größere Schwierigkeiten. Die Reservefonds sind eigentlich für zukünftige Zahlungen gedacht. Zusätzlich sind die Mindestbeträge gesetzlich festgelegt und sie können sie nun nicht einfach erhöhen. Bei Verwendung der Fonds kann es sein, dass sie ihre gesetzlichen Anforderungen nicht erfüllen können. Erhöhte Prämien für 2019 sind ebenfalls nicht möglich, da das Geschäftsjahr nun schon läuft. Es drohen demnach Fälle, wo sie die Beitragsausfälle nicht decken können.

Quelle: Mainichi Shimbun

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