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Japans Wetterbehörde bittet Bevölkerung Schneeflockenbilder einzusenden

Während sich in einigen Regionen Japans bereits der Frühling ausbreitet, gibt es in anderen Gebieten nach wie vor frostige Temperaturen. Die Japan Meteorological Agency ist deswegen nach wie vor damit bemüht, genaue Schneevorhersagen zu machen.

Um den Wetterbericht zu verbessern, bittet das Meteorological Research Institute der Wetterbehörde nun die Bevölkerung um Mithilfe. Sie sollen so viele Schneeflockenbilder wie möglich einsenden.

Mithilfe einer besonderen Smartphone-App sollen sich Bewohner aus ganz Japan an dem Projekt beteiligen. Schneeflocken sind im Prinzip absolut einmalig und sehen je nach Temperatur und Feuchtigkeitsgehalt der Wolken anders aus. Mit den Bildern aus der Bevölkerung wollen die Forscher mehr über die Entstehung des Schnees erfahren.

Schon 2016 forderte das Forschungsinstitut in Tsukuba (Ibaraki) die Menschen auf, ihnen über Twitter oder andere Wege Schneeflockenbilder zu schicken. Mithilfe der Einsendungen gelang es, verschiedene Informationen zu den Wolken und dem Schneefall in Tokyo zu sammeln und die Genauigkeit der Schneefallprognosen zu verbessern.

Anfang 2018 lief das Projekt weiter und das Institut erhielt aus Kanto und den umliegenden Regionen um die 40.000 Bilder von Schneeflocken. Zu dem Zeitpunkt mussten die Mitarbeiter alle Bilder noch separat lichten und manuell die Daten eingeben. Da das ziemlich lange dauerte, entwickelte die Einrichtung eine App mit dem Namen Sora Watch. Mit ihr können Nutzer ganz einfach Schneeflockenbilder machen und andere wetterbedingte Ereignisse berichten.

Das Interesse für Wetter bei der Bevölkerung wecken

Da die Nutzer gleich mit dem Foto zusammen die Art, den Ort, Menge und das Wetter angeben, sparen sich die Forscher eine Menge Zeit. Doch nicht nur Schneeflockenfotos sind für die Forscher von großem Interesse – ebenfalls sind Bilder von meteorologischen Phänomenen, wie Tornados und Hagelkörnern gefragt.

Die App soll neben der Forschung allerdings noch einen anderen Zweck erfüllen. Sie soll gleichzeitig das Interesse an dem Wetter selbst bei den Menschen steigern. Der Forscher Kentaro Araki erklärte, dass die Menschen meteorologisches Wissen erwerben sollen, was bei Katastrophenvorsorge nützlich ist und gleichzeitig sollen sie die Veränderungen am Himmel genießen.

Quelle: Mainichi Shimbun

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