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Gezielte Unterstützung

Japans Zoos arbeiten mit Amazon-Wunschlisten

Auch in Japan haben Zoos sehr unter der Pandemie gelitten. Oftmals wurden sie mit Spenden bedacht, die letztendlich aber leider häufiger nicht ganz dem tatsächlichen Bedarf entsprachen.

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Daher arbeiten inzwischen immer mehr Zoos mit der Wunschzettel-Funktion auf der Shopping-Website von Amazon. Auf diese Weise können sie genau angeben, was tatsächlich benötigt wird.

Gezielte Hilfe an die Zoos

Die Liste ist besonders hilfreich, da die von den Zoos verwendeten Artikel strenge Anforderungen erfüllen müssen, um die Sicherheit der Tiere zu gewährleisten. Waren, die die Anforderungen nicht erfüllen, können nicht verwendet werden, auch wenn sie gespendet werden.

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Im Wunschlistensystem können Spender die von den Zoos aufgelisteten Artikel kaufen und sich die Waren liefern lassen, um sicherzustellen, dass nur notwendige Artikel gespendet werden.

Wunschlisten seit 2019

Der Kujukushima Zoo & Botanical Garden in Sasebo, Präfektur Nagasaki, begann 2019 damit, die Wunschliste zu nutzen, nachdem er erfahren hatte, dass diese Praxis in Übersee bereits erfolgreich angewendet worden war.

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„Wir können den Tieren Dinge zur Verfügung stellen, die wir sonst vielleicht mit einem begrenzten Budget nicht kaufen würden“, sagte Chikako Iwaoka, Direktorin des Kujukushima Zoo.

Der Zoo der Stadt Kyoto nutzte die Wunschliste zum ersten Mal im Juni und bat um Spenden für sechs Gegenstände wie z.B. Türme für Erdmännchen zum Trainieren und Ventilatoren für Meerschweinchen.

Schnelle Hilfe durch Spenden

Von den sechs Gegenständen wurden vier innerhalb der ersten zwei Stunden gekauft. Die restlichen beiden Produkte wurden direkt am nächsten Tag erworben. Inzwischen ist alles im Zoo auch angekommen.

„Ich war überrascht, dass sie so schnell gekauft wurden“, sagte Seitaro Wada, stellvertretender Direktor des Kyoto City Zoo.

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„Indem wir ein bestehendes System nutzen, können wir ohne Verwaltungsaufwand loslegen… Es gibt keine Verschwendung, wenn die Spender uns das schicken, was wir brauchen“, fügte Wada hinzu.

Der Zoo muss auch seine jährlichen Ausgaben von etwa 60 Millionen Yen (etwa 458.000 Euro) für Tierfutter überprüfen, da die Stadt Kyoto mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen hat. Der Zoo hofft, in Zukunft auch Futtermittel auf seine Wunschliste setzen zu können.

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