• News
Home News Journalist verklagt das japanische Außenministerium wegen Bedrohung der Pressefreiheit
Anzeige

Journalist verklagt das japanische Außenministerium wegen Bedrohung der Pressefreiheit

Am Mittwoch wurde das japanische Außenministerium von einem Journalisten verklagt. Dieser ist bekannt dafür, Beiträge aus Krisengebieten zu veröffentlichen. Nun sperrte das Außenministerium seinen Reisepass.

Kosuke Tsuneoka war im Februar auf dem Flughafen Haneda in Tokyo. Bevor er dort seine Weiterreise nach Jemen antreten konnte, wurde er von Beamten angesprochen und gestoppt. Diese teilten ihm mit, dass sein Pass ungültig sei und er dazu aufgefordert ist, diesen unverzüglich abzugeben. Tsuneoka hatte das Ziel, über die humanitäre Krise sowie über den Konflikt des Landes zu berichten. Durch die Ungültigkeit seines Passes fühlt der Reporter sich um seine Presse- sowie seine Reisefreiheit betrogen.

Mit der Sorge, die Regierung möchte möglicherweise die Kontrolle über die Bürger ausdehnen, reichte er somit die Klage ein. Er gab an, dass eine wachsende Zahl an Journalisten gewarnt sowie unter Druck gesetzt worden seien. Durch diese Maßnahme sollen die japanischen Medienberichte aus Konfliktgebieten deutlich zurückgegangen sein. Man wolle so versuchen, Japan von der Außenwelt fernzuhalten.

„Ich habe mich entschieden, nicht wegen meines persönlichen Interesses vor Gericht zu gehen“, sagte Tsuneoka, nachdem er die Klage bei District Court eingereicht hatte. „Ich mache mir eher Sorgen um die Richtung, in die sich Japan zu bewegen scheint, da es scheint, dass es die Perspektive globaler Probleme verliert und ich wollte das irgendwie bremsen.“

Yasuhiko Tajima, Professor für Medien und Recht an der Sophia-Universität, sagte, der Fall von Tsuneoka bedrohe die Grundrechte sowie die Demokratie. Durch die willkürliche Zurückhaltung vonseiten der Regierung könnten auch Mitglieder gemeinnütziger Organisationen zu Schaden kommen, meinte Tajima.

Das Außenministerium erinnert die japanischen Medien regelmäßig daran, Konfliktzonen nicht zu betreten. Journalisten, die es trotzdem taten, wurden als Unruhestifter kritisiert. Gerieten diese in eine Geiselnahme oder andere Probleme, wurde das als gerechte Strafe empfunden. Im Januar wurde Tsuneoka die Einreise in den Jmen verweigert trotz vorhandenen E-Visums. Er musste nach Tokyo zurückkehren und seine Reise über den Sudan verschieben, sagte er. Tsuneoka sagte, die Regierung hätte ihn früher davor warnen sollen, wenn sie von seinen Plänen wissen.

Der freiberufliche Journalist berichtete seit ca. zwei Jahrzehnten aus Konfliktgebieten im Nahen Osten und Afrika. 2010 war er in Afghanistan für fünf Jahre in Haft.

Quelle: JT

Rolling Sushi - der Japan-Podcast von Sumikai

Rolling Sushi - Japan für die Ohren

Anzeige

Anzeige

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here

Anzeige

Cookie-Einstellung

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und Werbung einblenden zu können,verwenden wir Cookies. Datenschutz | Impressum

Treffen Sie eine Auswahl um fortzufahren

Ihre Auswahl wurde gespeichert!

Hilfe

Hilfe

Um fortfahren zu können, müssen Sie eine Cookie-Auswahl treffen. Nachfolgend erhalten Sie eine Erläuterung der verschiedenen Optionen und ihrer Bedeutung.

  • Alle Cookies zulassen:
    Jedes Cookie wie z.B. Tracking- und Analytische-Cookies.

Sie können Ihre Cookie-Einstellung jederzeit hier ändern: Datenschutz.

Zurück