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Arbeitszuschuss von der Regierung soll Lohn für Mitarbeiter sichern

JR West beurlaubt wegen stark gesunkener Passagierzahlen tausende Mitarbeiter

Für die Bahnbetreiber in Japan ist es zurzeit eine schwierige Situation. Da die Menschen aufgrund des Ausnahmezustands Zuhause bleiben, sind die Passagierzahlen bei sämtlichen Zuglinien stark gesunken. West Japan Railway Co. (JR West) sieht deswegen keinen anderen Ausweg mehr und beurlaubt mehrere tausend Mitarbeiter.

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Am Freitag gab das Unternehmen bekannt, dass ab dem 16. Mai rund 16.900 Mitarbeiter beurlaubt werden. Sie sollen dabei jeweils einen Tag freibekommen, wobei 1.400 von ihnen abwechselnd täglich freihaben.

Staatlicher Zuschuss, um Mitarbeiter zu bezahlen

Insgesamt sollen täglich 300 Fahrer, 650 Bahnhofangestellte und 450 Büroangestellte freihaben. Mitarbeiter im Bereich der Wartung und Inspektion sind vom Urlaub ausgeschlossen und arbeiten wie normal weiter. JR West verspricht, dass der Personalabbau keine Auswirkungen auf den laufenden Betrieb haben wird.

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Es ist für das Unternehmen das erste Mal seit der Privatisierung 1987, dass es zu einem so großen Personalabbau kommt, auch wenn er nur temporär ist. JR West hofft mit der Maßnahme Arbeitskosten einzusparen, zurzeit sind die Einnahmen stark zurückgegangen. Es ist zusätzlich geplant, einen Arbeitszuschuss von der Regierung zu beantragen, damit die beurlaubten Mitarbeiter trotzdem ihren vollen Lohn bekommen können.

Shinkansen werden eingeschränkt

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Neben den Einsparungen beim Personal, wird es in der Zukunft ebenfalls Einschränkungen beim Zugbetrieb geben, um ihn den Passagierzahlen anzupassen. Der Zugverkehr auf der Shinkansen-Linie Sanyo wird ab dem 11. Mai um 30 Prozent reduziert.

Die Shinkansen-Linie Hokuriki erhält ab dem 16. Mai eine Kürzung von 20 Prozent und die begrenzen Express- sowie lokalen Linien werden ebenfalls um 20 Prozent reduziert. Wann die Kürzungen wieder aufgehobenen werden, gab das Unternehmen nicht an.

MS

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