Stats

Anzeige
Home News JR West verbietet Zugang zu Eisenbahnwaggons, die nach dem Amagasaki-Unfall geborgen wurden

JR West verbietet Zugang zu Eisenbahnwaggons, die nach dem Amagasaki-Unfall geborgen wurden

Vor einigen Tagen kündigte West Japan Railway Co. (JR West) an, alle sieben Waggons, die nach der Zugentgleisung in Amagasaki 2005 geborgen wurden, in einem Schulungszentrum zu nutzen.

Die Öffentlichkeit wird allerdings keinen Zugang zu den Waggons bekommen.

Nicht alle Angehörigen der Opfer stimmten Plan von JR West zu

JR West wird die Waggons für Sicherheitstrainings einsetzen. Der Plan wurde am Samstag bei einem Treffen in Itami (Präfektur Hyogo) vorgestellt, an dem Angehörige der Opfer teilnahmen, von denen einige der Entscheidung nicht zustimmten.

„Ich möchte, dass die Waggons des Zuges am Unfallort abgestellt werden“, sagte eine Frau, deren älteste Tochter bei dem Unfall schwer verletzt worden war. „Sie sollten der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, damit die Erinnerungen an den Unfall nicht verblassen.“

Mehr zum Thema: 
Folge 20: Zugunglück, Bedrohung von Südkoreanern und Kochen mit Einheimischen

„Die meisten Opfer starben im Zug, ihre Seelen sind also im Zug“, sagte ein Mann, der bei dem Unfall seinen zweiten Sohn verlor. „Ich hoffe, dass die Waggons des Zuges in Zukunft am Unfallort erhalten bleiben, damit wir dort für die Opfer beten können.“

Im April 2005 versuchte ein Lokführer auf der JR-Takarazuka-Linie in Amagasaki seine Verspätung auszugleichen. Er fuhr mit zu hoher Geschwindigkeit in eine Kurve, worauf der Zug entgleiste und in ein Mehrfamilienhaus stürzte. 562 Menschen wurden bei dem Unfall verletzt. 107 Menschen starben, darunter auch der Lokführer.

Bislang hat der Bahnbetreiber einige der sieben Wagen in einem Lagerhaus in Takasago in Hyogo aufbewahrt. Der Rest ist in einer Firma in der Stadt Osaka.

JR West plant Gedenkfeier

„Unsere Firma, die den Unfall verursachte, hat die Verantwortung, die Waggons dauerhaft zu erhalten“, sagte JR West-Präsident Tatsuo Kijima auf einer Pressekonferenz nach dem Treffen.

„Wenn wir alle sieben Waggons in der Anlage in Suita erhalten, um den Unfall zu reflektieren, können wir unseren Mitarbeitern ein umfassendes Sicherheitstraining anbieten“, so Kijima.

JR West hat außerdem angekündigt, im nächsten Jahr an zwei Orten eine Gedenkfeier für die Opfer des Unfalls abzuhalten – einer der Orte ist Itami.

Dieses Jahr hat JR West zum ersten Mal seit dem Unfall eine solche Zeremonie an der Unfallstelle abgehalten. Einige Angehörige und Opfer beklagten sich jedoch, dass es schwierig sei, zur Baustelle zu gelangen.

TJT

Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren:

Rolling Sushi - der Japan-Podcast

Rolling Sushi - Japan für die Ohren

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here

Cookie-Einstellung

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und Werbung einblenden zu können,verwenden wir Cookies. Datenschutz | Impressum

Treffen Sie eine Auswahl um fortzufahren

Ihre Auswahl wurde gespeichert!

Hilfe

Hilfe

Um fortfahren zu können, müssen Sie eine Cookie-Auswahl treffen. Nachfolgend erhalten Sie eine Erläuterung der verschiedenen Optionen und ihrer Bedeutung.

  • Alle Cookies zulassen:
    Jedes Cookie wie z.B. Tracking- und Analytische-Cookies.

Sie können Ihre Cookie-Einstellung jederzeit hier ändern: Datenschutz.

Zurück