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Junge Japaner sehen Forstwirtschaft als Möglichkeit der Stadtflucht

Ein Segen für Unternehmen

Immer mehr junge Japaner interessieren sich dank eines Regierungsprogramms für die Forstwirtschaft in Japan. Viele sehen in Forstwirtschaft eine Möglichkeit der Stadt zu entkommen.

In einer Zeit, in der die Bevölkerung in Japan immer älter wird und viele junge Menschen in die Städte ziehen, da es dort Arbeitsplätze gibt, kommt dieses Interesse besonders der Holzindustrie sehr gelegen.

Stadtflucht ein Segen für die Forstwirtschaft

„Es ist schwierig, mit der Natur umzugehen, aber ich mag meine Arbeit, weil sich die Landschaft jeden Tag ändert“, so Wataru Aizawa, der für die Holzfabrik Horie Forest in Hitachiota, Präfektur Ibaraki arbeitet. Er ist vor vier Jahren dazugekommen.

Das Unternehmen beschäftigt 12 Mitarbeiter, von denen sieben über 30 Jahre alt sind. Die Arbeit erledigt ein fünfköpfiges Team mit leistungsstarken Schwermaschinen, vom Fällen der Bäume bis zum Sammeln und Transportieren.

Keisuke Horie, Geschäftsführer des Unternehmens, ist überrascht über den Anstieg des Interesses von jungen Menschen an der Forstwirtschaft.

„In der Vergangenheit wurde jungen Arbeitern aufgetragen, sich ein Jahr lang auf das Jäten um junge Bäume zu konzentrieren, aber jetzt können auch unerfahrene Leute es versuchen.“

Nach Angaben der Forstbehörde lag der Anteil der über 65-Jährigen in der Branche im Jahr 2000 bei 30 Prozent, ging jedoch im Jahr 2015 auf 25 Prozent zurück. Bei den unter 35-Jährigen waren es im Jahr 2015 17 Prozent, nach 6 Prozent im Jahr 1990.

70 Prozent der Landmasse ist von Wald bedeckt

Der Anstieg ist ein Segen für die Branche. Die Wälder nehmen ungefähr 70 Prozent des japanischen Landes ein, wobei mehr als die Hälfte der bepflanzten Flächen, die während des Wirtschaftswachstums von Mitte der 1950er bis Anfang der 70er Jahre massenhaft abgeholzt wurden, erneut abgeholzt werden können.

Die Branche zieht auch junge Arbeitnehmer durch das staatliche Green Employment Project an, das im Geschäftsjahr 2003 ins Leben gerufen wurde.

Seit dem Geschäftsjahr 2013 werden im Rahmen des Projekts auch junge Menschen finanziell unterstützt, die an öffentlichen Forstuniversitäten studieren.

TJT

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