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Kinder dürfen frei wählen

Junior High School in Chiba führt geschlechtsneutrale Schuluniformen ein

Japan gehört zu den Ländern, in denen es überwiegend noch Schuluniformen gibt. Diese standen in den letzten Jahren immer wieder wegen ihrer absurden Regeln und ihres Geschlechtsbezuges in der Kritik. An einer Junior High School in Chiba wird es deswegen nur geschlechtsneutrale Kleidung geben.

Die Oguronomori Junior High School in Nagareyama wird als städtische Mittelschule im April 2022 den Betrieb aufnehmen. Sie wird dabei ein neues System haben, bei dem Schuluniformen unabhängig vom Geschlecht getragen werden dürfen.

Nur wenige Schulen haben geschlechtsneutrale Kleidung

Demnach dürfen sich die Kinder selbst aussuchen, ob sie lieber eine Hose oder einen Rock tragen wollen. Dazu wird die marineblaue Uniform einen Blazer und wahlweise eine Krawatte oder eine Schleife haben. Produziert wird die Kleidung von Akashi School Uniform Co. aus Kurashiki, Okayama.

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Die Stadtverwaltung hat sich für die Schuluniform entschieden, nachdem sie Schüler*innen und ihre Eltern in dem Umkreis der Schule dazu befragt hatten.

Es ist erst die vierte Junior High School in der Tokatsu Region der Präfektur, die ein System hat, bei dem Schüler*innen komplett selbst entscheiden dürfen, welche Kleidungsstücke sie von der Uniform tragen wollen.

Geschlechtsneutrale Schuluniformen
Die Schuluniformen von Oguronomori Junior High School dürfen beliebig kombiniert werden. Bild: Nagareyama

Die bisherigen neun Junior High Schools verpflichten Jungs zur Hose und einem Jackett mit Stehkragen und die Mädchen zu Matrosenuniformen oder Boleros mit einem Rock. Aussuchen dürfen sich die Kinder die Uniform nicht und auch gibt es keine Blazer.

Alle Kinder sollen sich in ihrer Schuluniform wohlfühlen

Allgemein entscheiden sich aber immer mehr Schulen in Japan dazu, geschlechtsneutrale Schuluniformen anzubieten. Sie wollen zum einen den Kindern damit einen bequemeren Schulalltag ermöglichen, da vor allem Mädchen sich im Winter über die Röcke beschweren.

Auf der anderen Seite möchte man mehr Rücksicht auf sexuelle Minderheiten nehmen, die sich in den aufgezwungenen Uniformen oft nicht wohlfühlen. Die Oguronomori Junior High School selbst erklärte, dass sie auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Kinder eingehen wollen.

Das gilt dabei für sexuelle Minderheiten, aber auch für Kinder, die einfach lieber andere Kleidung tragen wollen, weil sie sich darin wohler fühlen oder weil sie für sie praktischer ist. Es wird dabei gehofft, dass auch andere Schulen das Konzept übernehmen.

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