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Kaiser Akihito feiert in Tokyo sein 30. Thronjubiläum

Aktuell rückt in Japan die Abdankung von Kaiser Akihito immer näher. Am Sonntag ging es allerdings zur Abwechslung mal nicht um die Krönung von Naruhito. Kaiser Akihito feierte zusammen mit zahlreichen Gästen und seiner Frau sein 30. Thronjubiläum mit einer großen Zeremonie in Tokyo.

Im Nationaltheater in Tokyo kamen mehr als 1.000 Menschen, um die Zeremonie zu verfolgen. Unter anderem waren der Premierminister Shinzo Abe, Abgeordnete, Oberste Richter, Unternehmensvertreter und ausländische Botschafter zu dem großen Ereignis geladen. Wie angekündigt kam beim Einlass erstmals ein Gesichtserkennungssystem zum Einsatz.

Abe gratulierte dem Kaiser persönlich zu seinem runden Thronjubiläum. Laut ihm habe Kaiser Akihito seine Pflicht als Symbol des Staates und der Einheit des Volkes mit Hingabe erfüllt und habe stets den Menschen nahegestanden. Weiter erklärte Abe, dass die Bevölkerung entschlossen sei, eine glänzende Zukunft für Japan als ein Land voller Hoffnung und Stolz zu schaffen. Gleichzeitig behalten sie allerdings die Weise des Kaisers weiter in ihren Gedanken.

Vom Kaiserpaar komponierte Musik als Höhepunkt

Fukushimas Gouverneur Masao Uchibori sprach ebenfalls zusammen mit dem Außenminister Yoriko Kawaguchi zum Kaiser. Uchibori dankte Akihito für seine Videobotschaft, die er 2011 nach dem Erdbeben und Tsunami an die Bevölkerung richtete. Er habe damit viele Menschen Mut gemacht und sie in der schweren Situation vereint.

Ein Höhepunkt der Zeremonie war der Auftritt des Sängers Daichi Miura aus Okinawa. Er sang für das Kaiserpaar das Lied „Utagoe no Hibiki“, das der Kaiser persönlich schrieb und die Kaiserin komponierte. Das Stück entstand 1975, nachdem das Paar Menschen in Lepra-Einrichtungen im Süden Japans besuchte.

Der Kaiser dankt den Menschen für ihre Treue

Am Ende der Veranstaltung hielt Kaiser Akhito selbst eine Rede. In den 30 Jahren der Heisei Ära unterstützten vor allem der starke Wille der Menschen auf der Suche nach Frieden das Land. So entstand die erste Ära Japans in der modernen und gegenwärtigen Zeit, in der es noch keinen Krieg gab. Gleichzeitig bezeichnete er die Epoche als eine Zeit voller Herausforderungen, die als Klimawandel, Naturkatastrophen und sinkende Population auf Japan zukamen. Akihito wünscht sich, dass sich das Land mehr öffnet und die Weisheit und Macht nutzt, um Freundschaften mit anderen Ländern zu knüpfen.

Weiter erklärte Akihito, dass er seine Pflichten nur komplett bis zum heutigen Tag erfüllen konnte, weil das Volk mit Stolz und Freude in ihm ein Symbol der Einheit sehe. Jeden Tag betete er seit seiner Thronbesteigung für den Frieden und die Glückseligkeit des Volkes. Er überlegte dabei immer, wie er zum idealen Symbol wird und er hofft, dass die Nachfolger in den nächsten Epochen an der Bedeutung arbeiten. Zusätzlich dankte er dem hohen Lebensstandard und dem kulturellen Standard, den die Menschen über den Lauf der Geschichte erreichten.

Am 30. April dankt Akihito als erster Kaiser seit 200 Jahren ab und lässt seinen Sohn Prinz Naruhito den Thron am 1. Mai besteigen. Der Kronprinz versprach bereits, dass er dem Beispiel seines Vaters folgen und sich als volksnaher Kaiser geben wolle.

Quelle: NHK, Japantimes

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