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HomeNachrichten aus JapanKampfjet-Einsätze wegen ausländischer Flugzeuge sind 2020 in Japan gesunken

Chinesische Flugzeuge hielten sich zurück

Kampfjet-Einsätze wegen ausländischer Flugzeuge sind 2020 in Japan gesunken

Die Kampfjets der japanischen Air Self-Defense Force (ASDF) sind immer in Alarmbereitschaft, falls Flugobjekte dem japanischen Luftraum unerlaubt zu nah kommen. 2020 hatten sie allerdings deutlich weniger Alarmstarts zu fliegen, als in den Jahren davor.

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Das japanische Verteidigungsministerium gab bekannt, dass die Zahl der Alarmstarts der Kampfjets im Geschäftsjahr 2020 deutlich zurückgegangen ist. Bis Ende März dieses Jahres gab es für die ASDF-Jets nur 725 Starts wegen ausländischer Flugobjekte in der Nähe des japanischen Luftraums.

Kampfjets haben weniger mit chinesischen Fliegern zu tun

Das sind im Vergleich zum Vorjahr 222 Einsätze weniger, was eine gute Nachricht ist. Den größten Rückgang verzeichnet das Ministerium bei chinesischen Flugzeugen. Sie waren bei 458 Fällen der Auslöser, was ein Rückgang von 217 Einsätzen ist.

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Grund zur Freude gibt es dafür jedoch nicht, wie das Ministerium erklärte. Zwar sei die Anzahl der Flugzeuge zurückgegangen, die Alarm auslösten, dafür gab es jedoch weiterhin starke Aktivitäten in etwas weiter entferntem Luftraum. Demnach ist China weiterhin sehr aktiv gewesen, was Japan besorgt, da sich das Land zuletzt auch zu See sehr aggressiv gezeigt hat.

Bei den russischen Flugzeugen sank die Zahl der Einsätze der ASDF-Jets um zehn auf 258 Fälle. Allgemein haben Russland und China in gemeinsamen Übungen mit Bombern in der Nähe von Japan durchgeführt, was nun das zweite Jahr in Folge ist.

Japan behält strenge Sicherheitsmaßnahmen bei

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Da die Lage weiterhin ernst genommen wird, will das Ministerium seinen Patrouillen- und Überwachungsbemühungen fortsetzen. Besonders die gemeinsamen Manöver zwischen China und Russland sehen sie als ungewöhnlich an, weswegen sie die Aktivitäten weiterhin genau im Auge behalten wollen.

Japan hat bereits über dem Ostchinesischen Meer, wo sich die umstrittenen Senaku Inseln befinden, die Überwachungen verstärkt. Täglich fliegen rund um die Uhr Patrouillenflugzeuge in dem Gebiet, um die Aktivitäten des chinesischen Militärs zu überwachen, das sich häufig in dem Gebiet aufhält und wiederholt in japanisches Gebiet unerlaubt eingedrungen ist.

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