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Kann eine Steuerermäßigung Japans Tante-Emma-Läden dazu bringen, bargeldloses Zahlen anzubieten?

Rabattsystem soll das bargeldlose Zahlen in Japan fördern

Wenn in Japan im nächsten Monat die Verbrauchersteuer auf 10 Prozent angehoben wird, plant die Regierung diese Gelegenheit zu nutzen, um bargeldloses Zahlen in Japan voranzutreiben.

Die Regierung plant dafür ein Rabattprogramm, das Händler dazu bringen soll, diese Zahlungsmethode anzubieten und Kunden dazu bewegen soll, diese auch zu nutzen.

Die Frage, die sich allerdings stellt: Kann man so das bargeldlose Zahlen in Japans Tante-Emma-Läden, Straßenkneipen und alte Cafés bringen? Immerhin muss erst einmal in die Infrastruktur investiert werden und die Bearbeitungsgebühren schmälern die Gewinne.

Bargeldloses Zahlen wird immer beliebter in Japan

Yoko Watanabe, die in Tokorozawa, Präfektur Saitama, eine kleine Reinigung betreibt, bei der man nur mit Bargeld bezahlen kann, ist einer der Kleinunternehmer, die eine digitale Zahlungsoption anbieten möchten.

„Das bargeldlose Zahlen wird immer beliebter werden“, so die Unternehmerin. „Wir werden verschiedene Möglichkeiten prüfen und wenn wir glauben, dass wir viel erreichen können, werden wir es auch einführen.“

Da die Steuererhöhung die Wirtschaft in Japan voraussichtlich dämpfen wird, hat die Regierung ein Rabattprogramm ausgearbeitet, das neun Monate laufen soll. Das 279,8 Milliarden Yen schwere Programm, mit denen Menschen belohnt werden, die in kleinen Geschäften einkaufen, soll nicht nur eine wirtschaftliche Entlastung bringen, sondern auch das bargeldlose Zahlen fördern.

Neun Monate lang erhalten Verbraucher 5 Prozent Rabatt auf Einkäufe, die sie in kleinen Geschäften mit ihrer Kreditkarte, Debitkarte oder dem Smartphone bezahlen. Die Rabatte für Einkäufe in Geschäften, die von großen Unternehmen betrieben werden, sind auf 2 Prozent begrenzt. Die Rabatte werden je nach Zahlungsplattform in Form von Prämienpunkten oder einfachen Rabatten ausgezahlt.

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2 Millionen Geschäfte haben sich in Japan für ein Rabattsystem angemeldet

Wenn ein Geschäft an diesem System teilnehmen möchte, muss es sich bei der Regierung dafür anmelden. Nach Angaben des Ministeriums für Wirtschaft, Handel und Industrie hatten am 29. August rund 510.000 Personen Anträge gestellt, und die Zahl der Anträge nimmt rasch zu. Berichten zufolge sind etwa 2 Millionen Geschäfte zugelassen.

Laut METI sollten sich Ladenbesitzer bis zum 6. September bewerben, um ab dem 1. Oktober Kunden diesen Rabatt zu ermöglichen. Verbraucher müssen nichts tun, da die Rabatte sofort vergeben werden.

Andere Faktoren, die die japanische Regierung dazu motivieren, auf bargeldloses Zahlen zu setzen, ist eine effizientere Erfassung zu Steuerzwecken, eine Möglichkeit zur Senkung der Bargeldbearbeitungskosten und ein einfacheres Einkaufen für Reisende, die Kreditkarten bevorzugen.

Dank Smartphone-Apps, die auf QR-Codes oder Barcodes basieren, sowie Pendlerkarten, die für kleine Einkäufe mit elektronischem Geld aufgeladen werden können, stehen heutzutage mehr bargeldlose Optionen zur Verfügung.

Apps haben die Barriere für kleine Läden gesenkt und dem bargeldlosen Trend neuen Schwung verliehen. Einige bieten niedrigere Gebühren an oder verzichten vorübergehend auf diese. So wird PayPay, die Smartphone-Zahlungsplattform der SoftBank-Gruppe, erst ab September 2021 Bearbeitungsgebühren erheben.

Um mehr Shops anzulocken, fordert die japanische Regierung die Zahlungsdienstleister auf, ihre Bearbeitungsgebühren während der Rabattaktion auf 3,25 Prozent zu begrenzen und die Kosten für Kreditkartenleser und andere Infrastruktur zu subventionieren, damit Shops effektiv kostenlos beitreten können.

Doch es gibt auch Zweifel an der Sicherheit der Systeme

Durch den Hack beim Zahlungsdienst von Seven & I Holdings Co., dem Mutterunternehmen von 7-Eleven, wurden 38 Millionen Yen von Nutzern gestohlen.

Dieser Vorfall hat einige Zweifel bei Händlern und insbesondere bei Nutzern ausgelöst.

Trotzdem wird der Trend von bargeldlosem Zahlen in Japan weiter anhalten und die japanische Regierung wird, allen Zweiflern zum Trotz, weiter daran arbeiten, dass Kunden lieber ohne Bargeld zahlen.

Quelle: Ma, AT, JTJ, Kyodo

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