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HomeNachrichten aus JapanKassen von Seven-Eleven sagen nun "Dankeschön", um vor Betrug zu schützen

Betrug beim Bonusprogramm soll so verhindert werden

Kassen von Seven-Eleven sagen nun „Dankeschön“, um vor Betrug zu schützen

Wer demnächst bei einem Seven-Eleven in Japan einkauft und dabei sein Handy vorzeigt, um Punkte auf seinem Kundenkonto zu sammeln, der hört vom Kassensystem ab sofort ein „Dankeschön“.

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Diese Maßnahme soll vor Betrug schützen, denn immer wieder lassen sich Mitarbeiter Sammelpunkte auf ihrem Kundenkonto beim Bezahlvorgang gutschreiben.

„Dankeschön“ an den Kassen soll Betrug beim Bonusprogramm verhindern

Das System wurde am 17. August eingeführt und soll verhindern, dass die Punkte für einen Einkauf nicht dem Kunden zugutekommen.

Grund dafür ist ein Vorfall vom 27. Juni in einer Filiale von Seven-Eleven in Tokyo.

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Ein Mann kaufte drei Artikel, darunter eine Flasche Kaffee.

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Ein Angestellter an der Kasse nahm sein Mobiltelefon unter der Theke hervor und scannte den Code auf dem Display mit dem Strichcode-Lesegerät. Dann scannte der Mitarbeiter die Artikel ein, die der Kunde gerade kaufte.

Auf dem Kassenzettel stand eine 18-stellige Zahl, auf der „Mitgliedscode“ stand. Der Kunde hatte sich allerdings nie für eine Mitgliedschaft bei Seven-Eleven angemeldet.

Auf Nachfrage bekam der Kunde vom Mitarbeiter allerdings keine vernünftige Antwort, was ihn dazu bewegte, direkt bei Seven-Eleven nachzufragen.

Nach Angaben von Seven-Eleven Japan hatte der Mitarbeiter sein eigenes Mobiltelefon benutzt, auf dem die App des „Seven-Miles Bonusprogramms“ installiert war.

2 Bonuspunkte kosten Mitarbeiter den Job

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Mit der App verdienen die Kunden 1 Punkt oder 1 „Meile“, wie das Unternehmen es nennt, pro 200 Yen. Kunden können diese Meilen gegen Produkte eintauschen.

Der Mitarbeiter im Geschäft in Toranomon ließ den Kauf des Kunden für 484 Yen auf sein eigenes Konto übertragen. Der Mitarbeiter habe durch die Tat illegal 2 Meilen verdient, teilte das Unternehmen mit.

Das Unternehmen stellte nicht fest, dass der Mitarbeiter andere illegale Handlungen begangen hatte. Nichtsdestotrotz entließ der Ladenbesitzer den betreffenden Mitarbeiter.

Das Unternehmen führte eine landesweite Untersuchung durch und stellte fest, dass fünf weitere Mitarbeiter ähnlich gehandelt haben.

Das Unternehmen erneuerte sein Kassensystem am 17. August in der Hoffnung, dass die neue Sprachnachricht das Ladenpersonal davon abhalten würde, Kunden auszunutzen.

Das „Seven-Miles-Programm“ wurde 2018 eingeführt. Im Rahmen einer Werbeaktion zur Nutzung der App rüstete das Unternehmen sein Kassensystem so um, dass es eine automatische Sprachnachricht abspielt, die besagt: „Wenn Sie eine App haben, zeigen Sie bitte den Strichcode.“

„Wir haben beschlossen, uns nicht darauf zu konzentrieren, die Nutzung der App zu fördern, sondern illegale Handlungen von Mitarbeitern zu verhindern“, sagte ein Unternehmensvertreter.

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