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Katastrophenüberlebende weisen geringere Knochendichte auf

Sieben Jahre nach dem schweren Erdbeben und dem anschließenden Tsunami haben die Katastrophen immer noch Auswirkungen auf die Bewohner. Wie tief die Nachwirkungen bei den Überlebenden gehen, zeigte eine Studie der Universität Tohoku. Forscher fanden nämlich heraus, dass die Knochendichte der Betroffenen geringer ist, als bei anderen Menschen.

Das Forscherteam untersuchte insgesamt den Gesundheitszustand von 7.600 Überlebenden. In den letzten Jahren stellten sie dabei fest, dass die Knochendichte der Betroffenen abnimmt. Personen, ohne beschädigtes Haus, wiesen einen Rückgang von 0,44 Prozent auf.

Bei den Betroffenen, die Schäden beklagten, gab es eine Abnahme von 0,73 Prozent. Den höchsten Wert erreichten Überlebende, die ihre Häuser verloren, mit 0,92 Prozent. Durchschnittlich weisen Menschen in ihren 40er die ersten Veränderungen der Knochendichte auf. Der Rückgang kann im höheren Alter zu Osteoporose führen und das Risiko von Knochenbrüchen erhöhen.

Soziale Aktivitäten sind wichtig

Das Forscherteam glaubt, dass die urplötzliche Änderung des Lebensstils zu der unterschiedlichen Abnahme der Dichte führte. Betroffene, die in ein Evakuierungszentrum mussten, bewegten sich weniger und pflegten weniger soziale Kontakte. In Kombination mit Kalzium- und Vitaminmangel kann Bewegungsmangel zu einer geringeren Knochendichte beitragen.

Die Forscher warnen deswegen Evakuierte vor den Faktoren. Sich sozial zurückzuziehen kann zusätzlich Depressionen fördern und zu anderen Gesundheitsproblemen führen. Unter anderem drohen Bluthochdruck und Arteriosklerose. Die Studie zeigt damit, wie wichtig soziale Aktivitäten nach Katastrophen für Betroffene sind.

Quelle: NHK

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