Stats

Anzeige
Home News Kawasaki will Bußgelder gegen Hassrede verhängen

Kawasaki will Bußgelder gegen Hassrede verhängen

Kawasaki will Hassreden einen Riegel vorschieben

Die Stadtverwaltung der japanischen Stadt Kawasaki will die erste Gemeinde sein, die Bußgelder gegen Hassrede verhängt.

Mit der großen Anzahl an Koreanern spielte die Stadt seit 2017 eine Vorreiterrolle bei der Umsetzung der Gesetze gegen Hassreden in Japan.

Maßnahmen gegen Hassrede reichen nicht aus

Ein Mitarbeiter der Stadt räumte allerdings ein, dass die unternommenen Schritte Hassreden nicht vollständig ausmerzen würden. Geldstrafen würden allerdings helfen, Hassreden zu unterdrücken.

Auf der Sitzung der Stadtversammlung von Kawasaki am 19. Juni brachte Bürgermeister Norihiko Fukuda seine Absicht zum Ausdruck, Geldbußen in einen Verordnungsvorschlag zur Beseitigung von Diskriminierungen aufzunehmen, die die Hassrede stärker einschränken würden.

Mehr zum Thema: 
"Ich wünschte ich könnte euch alle töten" - Hassreden in Japan

„Wir hoffen, sie auf der Grundlage des Konsenses der Anwohner zusammenzustellen und gleichzeitig den Entschluss zu fassen, keine Form von Diskriminierung zuzulassen und unangemessene Diskriminierung zu beseitigen“, sagte er zu der vorgeschlagenen Verordnung.

Akzeptable Meinungsfreiheit soll nicht berührt werden

Dabei soll darauf geachtet werden, dass die Grenze der akzeptablen Meinungsfreiheit nicht überschritten wird. Aber Diskriminierung von Menschengruppen will man nicht mehr hinnehmen.

Einwohner von Kawasaki, die sich lange gegen rassistische Äußerungen ausgesprochen haben, begrüßten diesen Schritten der Stadtverwaltung.

Tomohito Miura, Generalsekretär einer Kawasaki-Bürgergruppe, die sich gegen Hassreden ausspricht, sagte: „Ich möchte meinen tief empfundenen Respekt für die mutige Entscheidung der Stadt zum Ausdruck bringen.“

Als die Stadtregierung im März erstmals die Antidiskriminierungsverordnung vorstellte, erklärte sie ihre Absicht, Diskriminierung und Hassreden aufgrund der ethnischen Zugehörigkeit und der nationalen Herkunft zu verbieten.

Die vorgeschlagenen Bußgelder werden voraussichtlich in naher Zukunft der Stadtversammlung vorgelegt und die Stadtregierung wird die Öffentlichkeit um ihre Kommentare ab diesem Sommer bitten. Die Strafen werden dann ab dem Geschäftsjahr 2020 in Kraft treten.

Mittlerweile fordern auch Politiker auf Landesebene, dass mehr gegen Hassrede getan werden muss.

Mitglieder der Opposition fordern, dass neue Gesetze verabschiedet werden, da das derzeitige Gesetz nicht ausreicht. Hassreden sollten komplett unter Strafe gestellt werden, um das Problem in den Griff zu bekommen.

Hassreden gegen ethnische Minderheiten in Japan beinhalten häufig Drohungen, Menschen bestimmter Nationalitäten zu töten, und extreme Beleidigungen, wie den Vergleich bestimmter Personengruppen mit Kakerlaken oder anderen Kreaturen oder Bemerkungen wie „Geh zurück in dein Heimatland“.

Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren:

Rolling Sushi - der Japan-Podcast

Rolling Sushi - Japan für die Ohren

2 Kommentare

  1. Wenn Japan sich westlichen SJW anbiedert, wird es nicht mehr Japan sein.
    Die sind durch die amerikanische Besatzung schon genug gestraft (+ US-Ketten an jeder Ecke), es muss doch nicht jedes Land so „tolerant“ sein wie Deutschland, in dem es normal ist, Müll liegen zu lassen und Häuser zu beschmieren. Das passiert, wenn man kulturfremde Ausländer und Ghettokultur toleriert und keine Assimilierung fordert. Wer in Japan ist, hat Japaner zu sein, mit voller Hingabe. Wer das nicht möchte, kann gerne beleidigt werden und sich unwohl fühlen. Letztens habe ich von Nordkorea-Fans in Japan gehört, die sich schlecht integriert fühlen. Ach was. Parallelen zu Erdoganfans tun sich auf.

    • Na ja wir leben aber in einer globalisierten Welt und da sollte man sich schon etwas darauf einstellen. Besonders wenn man bedenkt, dass Japan ausländische Arbeitskräfte ins Land holt, um den Arbeitskräftemangel zu bekämpfen. Allerdings kann man argumentieren, wie man möchte, Hassreden sind zu keiner Zeit ein Mittel.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here

Cookie-Einstellung

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und Werbung einblenden zu können,verwenden wir Cookies. Datenschutz | Impressum

Treffen Sie eine Auswahl um fortzufahren

Ihre Auswahl wurde gespeichert!

Hilfe

Hilfe

Um fortfahren zu können, müssen Sie eine Cookie-Auswahl treffen. Nachfolgend erhalten Sie eine Erläuterung der verschiedenen Optionen und ihrer Bedeutung.

  • Alle Cookies zulassen:
    Jedes Cookie wie z.B. Tracking- und Analytische-Cookies.

Sie können Ihre Cookie-Einstellung jederzeit hier ändern: Datenschutz.

Zurück