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Viele Beschlüsse blockiert

Keidanrens Lobbyarbeit verhindert in Japan den Kampf gegen den Klimawandel

Japan will den Klimawandel bekämpfen, allerdings werden die Bemühungen von dem Lobbyverband Keidanren behindert.

Der Einfluss von Japans Elektrizitäts-, Stahl-, Zement- und der Autobranche untergräbt laut dem Bericht des in London ansässigen Datenanalyse-Unternehmens InfluenceMap die Bemühungen Japans, seinen Verpflichtungen aus dem Pariser Abkommen nachzukommen.

Und das, obwohl die Auswirkungen des Klimawandels immer öfter zu spüren sind.

Keidanren sitzt in vielen Expertengremien

Vertreter von Keidanren sitzen in Expertengremien und anderen Foren, in denen die Regierungspolitik debattiert wird. Der Wirtschaftsverband fungiere seit zwei Jahrzehnten als zentraler Verhandlungspunkt in der Klimapolitik, heißt es in dem Bericht.

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„Während Keidanren vorgibt, die gesamte Wirtschaft Japans zu vertreten, sollte die Behauptung eindeutig zur Klima-/Energiepolitik infrage gestellt werden“, so InfluenceMap. Die mächtigsten Industrien innerhalb des Keidanren beschäftigen nur etwa 2,7 Millionen Menschen, während Branchen mit wenig Einfluss das Zehnfache davon beschäftigen.

Lobbying und Beratung durch Unternehmensgruppen werden im nächsten Jahr entscheidend sein, wenn die Regierung ihren strategischen Energieplan überprüft.

Keidanrens Einfluss zeigte sich im vergangenen Jahr, als sie argumentierten, dass ein von der Regierung vorgeschlagenes Ziel, die Emissionen bis 2050 um 80 Prozent zu reduzieren, extrem ehrgeizig sei und darauf drängten, dass jedes neue Ziel eine Vision sein müsse.

Später verabschiedete Japan ein Ziel, die Kohlenstoffneutralität so bald wie möglich in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts zu erreichen und damit kein explizites Emissionsziel für 2050.

Kohleverbrauch in Japan erreicht Rekordniveau

Japans Kohleverbrauch ist in den Jahren nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima 2011, die zur Abschaltung der meisten Reaktoren des Landes führte, auf Rekordniveau angestiegen.

Japan ist auch das einzige G7-Land, das an einer umfassenden Einführung von Kohlekraftwerken arbeitet.

Kohle erzeugt heute 32 Prozent der Elektrizität des Landes, obwohl die Regierung will, dass dieser Anteil bis 2030 auf 26 Prozent sinkt und die erneuerbaren Energien von derzeit rund 18 Prozent auf 22 bis 24 Prozent steigen.

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