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Keine guten Jobaussichten für ausländische Studenten in Japan

Die Jobaussichten für ausländische Studenten in Japan sind mittlerweile sehr schlecht geworden, da die Pandemie zu einem Wirtschaftsabschwung geführt hat, der Unternehmen dazu veranlasst, nicht mehr viele Menschen einzustellen.

Für Japan ist diese Entwicklung nicht gut, denn sollte es zu einer Abwanderung ausländischer Arbeitskräfte kommen, die sich bereits an die Kultur und Sprache gewöhnt haben, wird es schwierig den immer größer werdenden Arbeitskräftemangel zu bekämpfen.

Düstere Jobaussichten für Studenten

Laut einer Umfrage, die vom Berufsinformationsdienstleister Disco Inc. durchgeführt wurde, haben 68,5 Prozent der ausländischen Studenten, die im März nächsten Jahres ihren Abschluss machen, noch kein Jobangebot. Ein Anstieg von 9,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ähnlich sieht es für japanische Studenten aus.

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Das International Students Support Network, ein Netzwerk, das Unternehmen berät, die daran interessiert sind, Personal aus dem Ausland einzustellen, sagte, dass in fast allen Industriezweigen, insbesondere in der Tourismus- und Einzelhandelsbranche, ein Verlust an Arbeitsmöglichkeiten zu verzeichnen sei.

„Leider sind Branchen, die von den Auswirkungen der Pandemie stark betroffen sind, auch bei ausländischen Studenten beliebt“, so Manabu Kubota, Generalsekretär des in Tokyo ansässigen Netzwerks, das mit etwa 120 Universitäten zusammenarbeitet, um ihren ausländischen Studenten zu helfen, Arbeitsplätze in Japan zu bekommen.

Coronavirus trifft Branchen, die bisher immer nach Arbeitskräften gesucht haben

Vor dem Ausbruch des Coronavirus veranlasste ein Anstieg der Touristen aus dem Ausland viele japanische Firmen dazu, ausländische Studenten anzuwerben, aber Reisebeschränkungen, die aufgrund der Pandemie verhängt wurden, führten zu einem Rückgang der Touristenzahlen um mehr als 99 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Während Japan im April letzten Jahres ein neues Visasystem eingeführt hat, um vor allem ausländische Arbeiternehmer für 14 Branchen, die besonders vom Arbeitskräftemangel betroffen sind, anzuwerben, darunter das Baugewerbe, Landwirtschaft und Tourismus anzuwerben, haben viele ausländische Studenten Arbeit in Unternehmen wie Handelshäusern, Informationstechnologieunternehmen und Beratungsfirmen gesucht.

Kayoko Sato, Berufsberaterin an der APU, äußerte die Befürchtung, dass die derzeitigen Schwierigkeiten ausländische Studenten dazu veranlassen könnten, eine Karriere außerhalb Japans zu suchen.

Unter Hinweis auf die Bedeutung der Vielfalt und Stärke, die Ausländer in die Unternehmen und die Gesellschaft einbringen können, forderte Kubota vom Unterstützungsnetzwerk japanische Unternehmen auf, die gegenwärtige Gelegenheit zur Einstellung fähiger ausländischer Studenten zu nutzen.

„Wir werden alle Anstrengungen unternehmen müssen, um ihnen zu helfen hierzubleiben. Mit ihrem Verständnis und ihrer Affinität zur japanischen Kultur werden sie eine unverzichtbare Rolle dabei spielen, unserem Land zu helfen, sich über Wasser zu halten“, so Sato.

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