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Keio University erforscht Verbindung zwischen Schlaf und sozialen Kompetenzen bei Kindern

Nur wenige Säugling bekommen laut Studie ausreichend Schlaf

Dass Schlaf für Kinder wichtig ist, ist eigentlich nichts Neues. Die Keio University hat sich jedoch nun etwas mehr mit den Details beschäftigt. In einem kürzlich veröffentlichten Artikel in der Zeitschrift Child and Adolescent Psychiatry and Mental Health zeigten sie die Verbindung zwischen Schlaf und sozialem Verhalten bei Kindern.

Die Forscher der Universität stellten fest, dass der Schlafbeginn und die Dauer sehr wichtig bei Kindern zwischen 18 und 42 Monate sind, um soziale Kompetenzen zu entwickeln. Das Ergebnis der Forschung bedeutet vor allem für Japan viel. Wie Etsuko Tomisaki von der Fakultät für Krankenpflege und medizinische Versorgung der Keio-Universität erklärte, haben japanische Kleinkinder weltweit den kürzesten Schlaf.

Verhalten und Schlaf wird genau untersucht

Zusammen mit Kollegen führte Tomisaki eine Kohortenstudie zu Schlaf und sozialen Kompetenzen durch. Sie wollten dabei ebenfalls wissen, was passiert, wenn sich die Schlafgewohnheiten ändern. Einbezogen wurden in die Studie Kinder mit einem Alter von 18 Monaten, 30 Monaten und 42 Monaten. Als soziale Kompetenzen wurde verstanden, dass Kinder sich untereinander verstehen und untereinander auskommen. Bewertet wurde das Verhalten mit der Interaction Rating Scale (IRS), die 70 Verhaltens- und 11 Impression-Score-Elemente besitzt.

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Die Schlafzeit wurde als Zeit erfasst, die benötigt wird, um in die sogenannte Nicht-REM-Phase einzutreten. Die komplette Nachtschlafzeit bezieht sich auf die Zeit, die Kinder schlafen, minus die Nickerchen. Unter diesen Anforderungen sollten Kinderbetreuer täglich ein Schlafprotokoll nach der Japan Children’s Study Sleep Questionnaire (JCSSQ) aufzeichnen. Dazu wurden Interaktionen zwischen den Kindern und Betreuern beim Spielen aufgenommen. Zusätzlich wurde mit einem Fragebogen die Qualität der Kinderbetreuungsumgebung bewertet.

Tomisaki will Forschung ausweiten

Das Ergebnis der Studie zeigte, dass bei Kindern zwischen 18 Monaten und 42 Monaten der Schlaf ein wichtiger Faktor bei der sozialen Entwicklung ist. Nur 6,8 Prozent der Säuglinge schliefen abends mehr als elf Stunden. 14,5 Prozent gingen vor 21 Uhr schlafen und der Durchschnitt lag tatsächlich erst bei 22 Uhr. 36,3 Prozent der Kinder schliefen sogar erst später. Das zeigt, dass japanische Kinder deutlich zu wenig schlafen, was nicht gesund ist.

Tomisaki gibt an, dass die Untersuchungen zeigen, dass ausreichend Schlaf wichtig für die Gehirnbildung ist. Die frontalen und parietalen Assoziationsbereiche des Gehirns sind für die Entwicklung von sozialen Fähigkeiten zuständig und deswegen besonders wichtig. Bei Kindern unter 3,5 Jahren beeinträchtigen weniger als elf Stunden Schlaf die kognitiven Fähigkeiten, die Kinder ab sechs Jahren lernen.

Ziel von Tomisakis Forschung sei es, die Verbindung zwischen Schlaf und sozialen Fähigkeiten bei Kindern genau zu klären. Deswegen möchte sie gerne die Studie auf ältere Kinder ausdehnen, um dabei zu helfen, Probleme in der Kindheit zu verhindern.

PM

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