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KEPCO bestätigt, dass hohe Führungskräfte in Skandal verwickelt sind

Nur ein Teil gab die teueren Geschenke wieder zurück

Kansai Electric Power Co. ist aktuell in einen Skandal rund um seine Mitarbeiter verwickelt. Es steht der Verdacht im Raum, dass mehrere Personen teure Geschenke von einem Stadtbeamten annahmen. KEPCO bestätigte dies nun. Unter den Beschenkten waren auch hohe Führungskräfte.

Am Mittwoch gab das Unternehmen bekannt, dass 20 Angestellte Geschenke von dem ehemaligen stellvertretender Bürgermeister von Takahama erhielten. Zwei davon waren Führungskräfte, die verantwortlich für den Kernkraftwerkbetrieb waren. Sie erhielten umgerechnet beide jeweils Geschenke im Wert von 851.500 Euro.

Bargeld, Goldmünzen und Gutscheine

Insgesamt gingen 2,7 Millionen Euro in Geschenken an Angestellte von KEPCO. Die höchste Summer erhielt der Geschäftsführer Satoshi Suzuki mit umgerechnet mehr als einer Million Euro. Dahinter folgte der ehemalige Vizepräsident Hideki Toyomatsu mit 941 Tausend Euro.

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Toyomatsu war dabei der frühere Leiter von einer Abteilung in der Präfektur Fukui in der Stadt Takahama. Suzuki war hingegen in der gleichen Zeit der stellvertretende Chef der Einheit. Insgesamt sollen mehr als ein dutzend Beamte in den Skandal verwickelt sein.

Moriyama selbst starb bereits in diesem März und gab wohl ab 2006 bis einen Monat vor seinen Tod regelmäßig teure Geschenke an KEPCO Mitarbeiter. Unter anderen verschenkte er Goldmünzen, US-Dollar und Geschenkecoupons für Maßanzüge.

Geschenke waren nur als Dankeschön gedacht

Vier Angestellte gaben nach aktuellen Untersuchungen die teuren Geschenke selbständig und offiziell zurück. Die Gegenstände wurden zusammen mit einem Schreiben von KEPCO in dem Haus von Moriyama gefunden. Das Schreiben bestätigt die Rückgabe. Das widerspricht der vorherigen Aussage von KEPCO, dass die Sachen nicht von dem Staatsmann zurückgenommen worden waren.

Gleichermaßen behielten jedoch andere Geschenke im Wert von 296.778 Euro. Moriyama selbst erhielt laut der Steuerbehörde um die 2,5 Millionen Euro an Provisionen von einer lokalen Baufirma, die an dem Takahama Kernkraftwerk mitarbeitet.

Zu den Geschenken sagte Moriyama vor seinem Tod, dass sie nur ein Zeichen seiner Wertschätzung sind. Sie seien ein Dankeschön an die Firma, die sie mit dem Kernkraftwerk unterstützte, von dem sie stark finanziell abhängig sind.

Während der Skandal an sich schon viele schockierte, sorgte die zweite Presskonferenz zu dem Thema für Empörung. Shigeki Iwane, der aktuelle Präsident von KEPCO und Vorsitzender Makoto Yagi erhielten jeweils Geschenke im Wert von 12.700 Euro und 73.100 Euro. Zurücktreten wollen sie beide trotzdem nicht, wie sie in der Pressekonferenz bekannt gaben.

Kein Rücktritt bei Führungsposition

Stattdessen gaben sie an, dass es ihre Verantwortung sei zusammen die Führung zu übernehmen und alles dran zu setzten den Skandal zu verfolgen. Erst nach einem Bericht zur Untersuchung des Skandals von einem unabhängigen Paneel wollen sie entscheiden, was sie tun wollen. Als Strafe erhalten Yagi und Toyomatsu eine Gehaltskürzung von 20 Prozent für zwei Monate und Iwane die gleiche Kürzung für einen Monat.

Bereits am Freitag gab es bei der ersten Pressekonferenz massive Kritik, da sie sich weigerten Details zu dem Skandal zu veröffentlichen. Viele sehen dazu die Strafe als viel zu gering an und fordern einen sofortigen Rücktritt von allen Betroffenen. Japans Wirtschafts-, Handels- und Industrieminister Isshu Sugawara sieht die Angelegenheit sehr ernst und übte harte Kritik an dem Unternehmen.

Kyodo

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