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Weitere Reaktoren werden vermutlich in nächsten Monaten gestoppt

KEPCO muss Kernreaktor wegen mangelnder Sicherheitsmaßnahmen abschalten

Nach der nuklearen Katastrophe 2011 wurden Kernkraftwerke angewiesen ihre Sicherheit drastisch zu verbessern. Die Regierung gab ihnen dabei eine Frist, bis wann sie mit den verpflichtenden Anforderungen fertig sein müssen. Mehrere Betreiber gaben allerdings schon Anfang des Jahres an, dass sie möglicherweise nicht rechtzeitig fertig werden. Der Betreiber Kyushu Electric Power Company (KEPCO) bestätigte jetzt, dass sie die Frist nicht einhalten können.

Das Unternehmen gab bereits an, dass, wenn sie nicht rechtzeitig fertig werden, sie die betroffenen Reaktoren abschalten. Das war nun der Fall beim Kernkraftwerk Sendai in Kagoshima. KEPCO begann am Montag um 2:30 Uhr die Leistung von Reaktor Eins im Sendai Kernkraftwerk zu reduzieren. Um 13:01 Uhr war anschließend der Reaktor komplett abgeschaltet.

Vorschriften wurden nicht rechtzeitig umgesetzt

Es ist das erste Mal, dass ein Reaktor in Japan abgeschaltet wird, weil er die neuen Vorschriften der Regierung nicht erfüllen kann. Die neuen Reglung gibt es seit 2013 und sie sind eine direkte Reaktion auf den nuklearen Unfall in Fukushima am Kernkraftwerk Fukushima Daiichi 2011. Vorschriften besagen, dass die Anlage so gebaut sein muss, dass die Sicherheit der Reaktoren in Notfällen wie Terroranschlägen und Flugzeugabstürzen garantiert ist.

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Die Nuklearregulierungsbehörde (NRB) gab allen Betreibern fünf Jahre ab der Genehmigung der Baupläne Zeit, um die Anforderung umzusetzen. Das schaffte KEPCO jedoch nicht, weswegen der Reaktor abgeschaltet wird. Der Betreiber gibt an, dass sie bis Dezember mit den Arbeiten fertig sein wollen. Nach der Genehmigung der NRB wollen sie dann den Reaktor wieder hochfahren.

Andere Betreiber haben ebenfalls Probleme mit der Frist

Im Zeitraum, in dem der Reaktor nun abgeschaltet ist, will KEPCO mit der regelmäßigen Inspektion beginnen, die eigentlich später geplant war. Allerdings kommen noch mehr Probleme auf sie zu. Den zweiten Reaktor der Anlage werden sie ebenfalls im Mai abschalten, da sie die Frist nicht einhalten können. Beim Kernkraftwerk Takahama in Fukui gibt es eine ähnliche Situation.

Die Reaktoren Drei und Vier werden aus denselben Gründen im August und Oktober abgeschaltet. Wie lange dort die Arbeiten noch dauern, ist nicht klar. Neben KEPCO werden vermutlich noch weitere Betreiber aus Sicherheitsgründen ihre Reaktoren abschalten. Betroffen davon sind ebenfalls Kyushu Electris Power Co. und Shikoku Electric Power Co.

NHK

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