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Moderne Technologien im Kampf gegen den Arbeitskräftemangel

Ki, Drohnen und 4K-Kameras – Japan rüstet auf

Japan führt immer mehr Technologien wie KI, Drohnen und 4K-Kameras im Bereich der Sicherheitssysteme ein, denn auch in diesem Bereich gibt es einen großen Mangal an Personal.

So testete die japanische Sicherheitsfirma Secom Co. Ende Oktober im Krankenhaus Ogibuko in Tokyo einen „Ki-Wächter“.

Ki begrüßt die Besucher eines Krankenhauses

Diese Figur wurde auf einer Tafel am Eingang des Krankenhauses angezeigt, gleichzeitig wurde die Temperatur der Besucher gemessen und sie bat jeden, die kein Fieber haben, das Krankenhaus zu betreten.

Mehr zum Thema:  Künstliche Intelligenz soll in Japan Mobbingfälle nach der Dringlichkeit bewerten

Die Figur wurde so programmiert, dass sie verbal auf grundlegende Fragen wie „Wo sind die Toiletten“ und Informationen über die Busfahrpläne antworten konnte. Außerdem konnte sie Blickkontakt mit den Besuchern aufnehmen und sich nach unten beugen, wenn sie von Kindern oder Rollstuhlfahrern angesprochen wurde.

Ganz allein arbeitete der „Ki-Wächter“ allerdings nicht, ein menschlicher Kollege stand in Bereitschaft und überwachte die Bilder, die von einer Kamera gesendet wurde, um bei Problemen eingreifen zu können.

Das Krankenhaus stellt derzeit zwei bis drei Mitarbeiter am Eingang ab, die dann die Temperaturkontrollen durchführen und sicherstellen, dass jeder Besucher eine Maske trägt.

Der "KI-Wächter" begrüßt die Besucher und misst ihre Temperatur
Der „KI-Wächter“ begrüßt die Besucher und misst ihre Temperatur.

Nachdem er das System in Aktion gesehen hatte, sagte der Verwaltungsdirektor des Krankenhauses, Hayato Kawamura: „Wir können vielleicht mindestens einen Mitarbeiter versetzen, damit er sich um andere Aufgaben kümmert.“

Kameras mit KI sollen Notfälle erkennen

Ein anderes großes Sicherheitsunternehmen, Sohgo Security Services Co. (Alsok), arbeitet an einem KI-System, um potenzielle Ladendiebe zu identifizieren, indem es verdächtiges Verhalten in den Aufnahmen der Sicherheitskameras analysiert.

Das System kann auch eingesetzt werden, um Sicherheitspersonal über potenzielle Gesundheitsvorfälle zu informieren, indem es sie auf Personen aufmerksam macht, die sich bücken oder umfallen. Das Sicherheitspersonal kann dann zum Ort des Geschehens eilen und für den Notfall einen automatischen externen Defibrillator (AED) mitbringen.

Das Sicherheitsunternehmen hat auch 4K-Kameras an Einrichtungen wie dem Tokyo Skytree Tower, dem höchsten Bauwerk Japans und einem Wahrzeichen der japanischen Hauptstadt, aufgestellt, um ihre Fähigkeit zur Überwachung der Umgebung zu testen.

Man hofft, dass die Hightech-Kameras mit KI-Bilderkennungstechnologie in der Lage sein werden, aufsteigenden Rauch von Bränden in weit entfernten Gebieten sowie rücksichtslose Fahrer auf einer Autobahn zu erkennen.

Drohnen patrouillieren im Gefängnis

In einem Gefängnis in der Präfektur Yamaguchi im Westen Japans patrouillieren Drohnen, die mit Kameras von Secom ausgestattet sind, auf dem Gelände und fliegen per GPS bestimmte Routen ab.

Alsok testet außerdem Drohnen, die KI-Kameras nutzen, um Hindernissen auszuweichen, wenn sie in GPS-unfreundlichen Innenbereichen fliegen.

„4K, KI und 5G werden von nun an die drei heiligen Schätze der Sicherheit sein“, sagte ein Mitarbeiter von Alsok und bezog sich dabei auf die drei alten Schätze des japanischen Kaiserhauses. Der Mitarbeiter merkte an, dass 4K als die Augen, KI als das Gehirn und 5G ultraschnelle Netzwerke als die Nerven dienen würden.

Auch abseits von Sicherheitssystemen kommt immer mehr künstliche Intelligenz zum Einsatz, so zum Beispiel bei der Partnersuche oder in Taxiunternehmen.

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