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Kinder aus sozial schwachen Familien in Japan leiden öfters an gesundheitlichen Problemen

Japan muss Hilfsprogramm anpassen

Der Anteil der Kinder mit Allergien und Zahnproblemen ist in Familien, die in Japan Sozialhilfe beziehen, mehr als zehnmal höher als in Familien, die diese Hilfe nicht erhalten. Das ergab eine Studie der Universität Tokyo.

In der Studie von Naoki Kondo, Associate Professor für soziale Epidemiologie an der Universität Tokyo, und seinem Team wurden Stress, Hausstaub und Vernachlässigung der Kinder als ausschlaggebende Faktoren angesehen.

Unterschied zwischen Alleinerziehenden und sozial starken Familien

Die Studie befasste sich mit 573 Jungen und Mädchen unter 15 Jahren, aus Haushalten, die 2016 in zwei Gemeinden in Japan Sozialhilfe erhielten. Zum Vergleich betrachtete das Team die Gesamtdaten von Kindern im gleichen Alter, die in einer Umfrage des Gesundheitsministeriums erhoben wurden.

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Unter den Kindern in Haushalten mit Sozialleistungen litten 31 Prozent der Jungen im Alter von 5 bis 9 Jahren an Asthma, dem höchsten Prozentsatz nach Altersgruppe und Geschlecht und mehr als zehnmal höher als unter Kindern in Haushalten ohne Sozialleistungen.

Ähnliche Ergebnisse wurden für Allergien und Zahnproblemen errechnet. Das Niveau liegt mehr als 10 Mal höher als bei Kindern, die aus sozial starken Familien kommen. Dazu kommen Unterschiede zwischen Familien mit beiden Elternteilen und Familien mit nur einem Elternteil.

Kinderbetreuung muss Unterstützung leisten

Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass finanzielle Schwierigkeiten und die Herausforderung Kinder alleine groß zu ziehen, das Ergebnis beeinflusst.

„Anstatt mit dem Finger auf Alleinerziehende zu zeigen, können wir die Gesundheit der Kinder verbessern, in dem wir zusätzliche Unterstützung bei der Kinderbetreuung leisten“, so der Professor.

Da die japanische Regierung ab 2021 ein Unterstützungsprogramm für Menschen mit Wohlfahrtsproblemen startet, das sich hauptsächlich auf chronische Krankheiten wie Diabetes konzentriert, legt diese Umfrage nahe, dass wirksame Hilfe für Kinder geleistet werden muss.

Einige Gemeinden und Bürgerinitiativen haben Initiativen gestartet, um das Thema anzugehen, wie z. B. Studienunterstützung und außerschulische Aktivitäten sowie die Bereitstellung von Mahlzeiten für Kinder von alleinerziehenden Elternteilen und kostenloses oder kostengünstiges Essen in Cafeterien.

„Es hat sich im Laufe der Zeit gezeigt, dass es mehr als nur wirtschaftliche Unterstützung geben muss, um die Gesundheitslücke zu schließen“, sagte Katsunori Kondo, Professor für Sozialpräventionsmedizin an der Chiba-Universität, der die Studie untersucht hat.

Quelle: MA

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