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HomeNachrichten aus JapanKindergarten in Tokyo schließt Kinder mit Entwicklungsstörungen aus

Bezirksregierung sieht Regeln als problematisch

Kindergarten in Tokyo schließt Kinder mit Entwicklungsstörungen aus

Kinderbetreuungseinrichtungen in Japan sind wie alle anderen dazu verpflichtet, ein Umfeld frei von Diskriminierungen aufzubauen. Ein Kindergarten in Tokyo sorgt für Empörung, weil sie Kinder mit Entwicklungsstörungen ausschließen.

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Der Buddy Sports Kindergarten Setagaya im Setagaya Bezirk von Tokyo sorgt zurzeit mit seinen Regeln für Aufsehen. Die nicht zertifizierte Einrichtung legt den Schwerpunkt auf die Sporterziehung von Kindern von zwei bis fünf Jahren und stellte deswegen andere Anforderungen als normale Kinderbetreuungseinrichtungen.

Kinder sollen in die Sonderpädagogik

Eltern werden deswegen bei einer Informationsveranstaltung über die Schulordnung informiert. Die enthalten allerdings auch den Hinweis, dass Kinder mit Entwicklungsstörungen wie Autismus, Asperger und ADHS oder dem Risiko auf so eine Störung gebeten werden, den Kindergarten zu verlassen, wenn sie Schwierigkeiten mit dem Unterricht haben.

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Die Einrichtung motiviert in dem Fall auch dazu, dass die Kinder eine Betreuung in der Sonderpädagogik bekommen. Setagaya sieht in dem Regelwerk einen möglichen Verstoß des Gesetzes zur Beseitigung der Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen und empfiehlt dem Betreiber der Einrichtung die Regeln zu ändern.

Kindergarten ist Teil des staatlichen Förderprogramms

Die Betreiber arbeiten nun daran, die Regeln zusammen mit dem Bezirk anzupassen. Ob Kinder deswegen bereits gehen mussten, wollten sie allerdings nicht sagen. Auch die Abteilung für Tagesbetreuung des Ministeriums für Gesundheit, Arbeit und Soziales konnte nicht bestätigen, dass wegen der Regeln ein Kind gehen musste.

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Der Kindergarten ist Teil des staatlichen Förderprogramms für kostenlose Kinderbetreuung und erhält zusätzlich Subventionen vom Bezirk, das sie die Standards für nicht zertifizierte Einrichtungen erfüllen. Da es eine private Einrichtung ist, könnte auf sie die Gesetzänderung von Mai zutreffen, die dazu verpflichtet die Mobilität und Kommunikation von Menschen mit Behinderungen zu unterstützen.

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