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Kirche in Tokyo sagt Auftritt von Anime-Sängerin wegen Erogegames ab

Beim japanischen Anime gibt es zwei Dinge, die auf keinen Fall fehlen dürfen. Gemeint sind Opening und Ending, die häufig von bekannten Musikern übernommen werden. Doch manchmal sind unbekannte Talente zu hören, die mit ihrer Musik versuchen, in die Öffentlichkeit zu rücken. Rekka Katakiri ist eine von ihnen, die schon zahlreiche Anime und Games musikalisch begleitet hat, jedoch kein Superstar in Japan ist. Trotzdem sollte demnächst ein Konzert mit ihr in einer Kirche in Tokyo stattfinden. Die sagte den Auftritt der Sängerin nun allerdings ab und der Grund dafür sind Erogegames.

Eigentlich sollte Katakiri am 16. März auftreten. Ihre treue Fangemeinde freute sich schon auf das Konzert in einer Kirche im Shinjuku-Bezirk von Tokyo. Da keine riesigen Menschenmassen geplant waren und das Konzert eher klein bleiben sollte, erwartete keiner Probleme. Umso überraschter war Katakiri am 27. Februar, als sie eine Nachricht von der besagten Kirche erhielt. Sie wollten den Auftritt nicht länger erlauben, obwohl bereits Karten verkauft waren.

Die Sängerin macht kein Geheimnis aus ihrer Arbeit

Grund für die Absage ist Katakiris Arbeit. Denn neben kleineren Anime-Serien sang sie ebenfalls Openings und Endings für sogenannte Erogegames. Es handelt sich dabei um Spiele, die sich an Erwachsene richten und pornografische Inhalte enthalten. Derartige Spiele und Katakiris Mitarbeit daran stimmen nicht mit dem Image der Kirche als ein heiliger Ort überein. Aus dem Grund sagten sie das Konzert ab. Zusätzlich wiesen sie die Sängerin daraufhin, dass die nicht Offenlegung ihrer Arbeit einer falschen Darstellung ihnen gegenüber gleichkommt.

Katakiri zeigte sich auf Twitter von der Nachricht schockiert und enttäuscht. Sie gab an, dass sie ihre Beteiligung an Erogegames nie verheimlicht und die Kirche auf keinen Fall täuschen wollte. Vorab traf sie sich mehrmals mit den Zuständigen und plante das Konzert ohne Songs, die sexuell oder böse gelten könnten. Sie schickte zusätzlich vor der Planung des Konzerts der Kirche persönlich einen Link zu ihrer Webseite mit Details zu ihrem Hintergrund. Allerdings sieht Katakiri darin ebenfalls ihre eigene Schuld. In letzter Zeit bewarb sie nämlich überwiegend ihre eigenen Songs und die Verbindungen zu den Games waren deswegen nicht deutlich zuerst erkennbar.

Ein Ersatzkonzert ist bereits geplant

Sie entschuldigte sich deswegen auf Twitter, dass sie nicht klar auf ihre Beziehung hinwies. Bei den Fans entschuldigte sie sich zutiefst für die unzureichende Koordination von ihrer Seite und die großen Unannehmlichkeiten. Aktuell sucht sie mit Helfern nach einer neuen Lokation für das Konzert. Bis jetzt gibt es zwei Orte, die jedoch nicht so groß sind wie die Kirche, weswegen es keine weiteren Ticketverkäufe gibt. Wer aufgrund des Ortswechsels nicht kommen kann, kann sich den Kaufpreis erstatten lassen. Das Ersatzkonzert soll bis jetzt weiter am 16. März stattfinden, weitere Details erhalten die Fans in den nächsten Tagen.

Sie bereut ihre Beteiligung an den Erogegames übrigens nicht. Sie dankt sogar den Entwicklern für die Chance Musik zu kreieren. Hierzulande kennen sie die meisten vermutlich  aus When They Cry: Higurashi, wo sie das Ending „why, or why not“ singt und My Wife is the Student Council President mit dem Song „Koisuru Hiyoko“. Wer eine kleine Kostprobe von Katakiris Können will, kann sich die nachfolgenden Videos anhören.

Quelle: Hachima Kiko

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