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Trotz Kritik

Kommerzieller Walfang an Japans Küsten hat zum dritten Mal begonnen

Am Samstag begann zum dritten Mal die Saison für den kommerziellen Walfang in Japan. Vier Schiffe machten sich auf, um an den Küsten des Landes Zwergwale zu fangen.

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Ein weiteres Schiff soll im Juli folgen und bis Ende Oktober sollen 120 Wale in den Gewässern vor Sanriku und Hokkaido erlegt werden.

Walfang nur mit hohen Subventionen der japanischen Regierung möglich

Japan hatte nach mehr als 30 Jahren 2019 beschlossen, den kommerziellen Walfang wieder aufzunehmen. Die Entscheidung sorgte national wie auch international für viel Kritik.

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Anders als man oft im Ausland glaubt, ist Walfleisch in Japan nicht so beliebt, dass es die kommerzielle Jagt rechtfertigen würde. Das zeigt sich auch darin, dass die Industrie dahinter vom Staat kräftig subventioniert wird. Die Subventionen wurden Ende 2019 von der japanischen Regierung verlängert.

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Trotzdem versuchen die Walfänger viel, um den Walfang zu einem lukrativen Geschäft zu machen, unter anderem mit Kampagnen, um das Fleisch der Jugend näherzubringen. Auch die Pandemie sorgt dafür, dass der Konsum von Walfleisch in Japan noch weiter nachlässt. Die Kritik spielt für die Fangfirmen allerdings keine Rolle. So kommentierte Nobuyuki Ito, Präsident einer Walfangfirma in Ishinomaki, den Start der Saison mit „Wir möchten alle Wartenden mit frischen und köstlichen Walen versorgen.“

2019 Austritt auf dem IWC

Die Firma plant bis Anfang Juni Wale in den Küstengewässern der Präfekturen Aomori, Iwate und Miyagi zu fangen. Danach soll die Jagd in den Küstengewässern vor Hokkaido weitergehen. Japan hat die kommerzielle Jagd am 1. Juli 2019 wieder aufgenommen, einen Tag nach dem formellen Austritt aus der internationalen Walfangkommission.

Als IWC-Mitglied hatte das Land 1988 die Jagd nach den Tieren eingestellt, aber weiterhin Wale zu sogenannten Forschungszwecken gefangen, was international als Deckmantel für den kommerziellen Walfang angesehen und kritisiert wurde.

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