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HomeNachrichten aus JapanKomponist der Olympischen Eröffnungszeremonie tritt nach Mobbing-Skandal zurück

Ersatz wurde noch nicht bestätigt

Komponist der Olympischen Eröffnungszeremonie tritt nach Mobbing-Skandal zurück

Letzte Woche kam es im Bezug auf die Olympischen Spiele in Tokyo erneut zu einem Skandal. Es wurde bekannt, dass der Komponist der Eröffnungszeremonie in seiner Schulzeit behinderte Kinder gemobbt und misshandelt hatte. Nun gab er überraschend seinen Rücktritt bekannt.

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Der Musiker Keigo Oyamada gab am Montag bekannt, dass er sich vom Kreativteam der Eröffnungszeremonie und damit auch von der Veranstaltung zurückziehen wird. Er wird nun weder an den Olympischen Spielen noch den Paralympischen Spielen weiter beteiligt sein.

Komponist entschuldigte sich bereits

Der Musiker hatte in den 90er in zwei verschiedenen Interviews davon gesprochen, wie er behinderte Mitschüler über Jahre gemobbt und körperlich schwer misshandelt hat. Viel Reue hatte er dabei nicht gezeigt und nur lachend über eine Entschuldigung gesprochen.

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Am Wochenende hatte der 52-Jährige ein Statement veröffentlicht, in dem er seine vergangenen Aussagen bestätigte und sich dafür entschuldigte. Das Olympische Komitee hatte ihn dafür unterstützt und in ihrer Erklärung war kein Hinweis auf einen Rücktritt zu finden gewesen, eher das Gegenteil. Ebenfalls betonten sie, dass sie seine Musik nicht entfernen würden.

Dritter Rücktritt in nur einem Jahr

Viele hatten nicht mit einem Rücktritt gerechnet, da bereits am Freitag die Zeremonie stattfindet und es unmöglich sein sollte, so schnell noch einen Ersatz für Oyamada zu finden. Wie die Organisatoren diese Situation lösen wollen, wurde bisher nicht bekanntgegeben.

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Es ist mittlerweile der dritte Rücktritt im Bezug auf die Spiele. Zuletzt musste der Leiter des Kreativteams gehen, da er sich über eine Komikerin beleidigend geäußert hatte. Davor traf es den Chef des japanischen Organisationskomitees, der mit einem Kommentar zu Frauen in Führungspositionen den Sexismus-Skandal ausgelöst hatte.

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