Anzeige
HomeNachrichten aus JapanKonservierungsarbeit an der Atombombenkuppel in Hiroshima abgeschlossen

Restauration dauerte 6 Monate

Konservierungsarbeit an der Atombombenkuppel in Hiroshima abgeschlossen

Die Erinnerung an die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki ist in Japan noch immer sehr präsent. Ein Zeichen dafür ist die Atombombenkuppel in Hiroshima. Diese wurde nun wiedereröffnet.

Anzeige

Ein halbes Jahr wurde sie renoviert, unter anderem wurde sie in einer Farbe gestrichen, die dem Zustand unmittelbar nach dem US-Bombardement im Zweiten Weltkrieg nahekommt. Am Freitag wurde sie nun wieder freigegeben.

Kuppel wurde originalgetreu gestrichen

Bei der Kuppel handelt es sich um die skelettartigen Überreste des einzigen großen Gebäudes, das nach der Explosion am 6. August 1945 noch stand. Nun kann man die Struktur wieder erkennen, nachdem sie ein halbes Jahr lang von einem Gerüst verdeckt war.

LESEN SIE AUCH:  Atombombentests auf pazifischen Inseln erinnern Japaner an die Katastrophe von Hiroshima und Nagasaki

Insgesamt wurde die Kuppel das fünfte Mal einer Konservierungsmaßnahme unterzogen. Dabei wurde das verfärbte Stahlmaterial des charakteristischen Kuppeldachs und der Wendeltreppe in dunkelbraun umgestrichen, was nach Angaben der Stadtverwaltung eine getreuere Wiedergabe der Farbe sein soll, die auf Fotos basiert, die von den USA nach der Bombardierung aufgenommen wurden.

Die Arbeiten umfassten auch die Reparatur von Rissen in den Ziegelfugen des Gebäudes und des Betons, der zur Unterstützung der Fensterrahmen verwendet wurde.

Arbeiten sollten zum Jahrestag des Atombombenabwurfs fertig sein

Anzeige

Bei der Kuppel handelt es sich um ein UNESCO-Weltkulturerbe. Ursprünglich wollte die Stadt die Konservierungsarbeiten bis zum 75. Jahrestag des Atombombenabwurfs im vergangenen Jahr abschließen, aber die Arbeiten verzögerten sich, unter anderem wegen des Arbeitskräftemangels in der Bauindustrie, so die Beamten.

„Wir sind erleichtert, dass wir die Arbeiten endlich abgeschlossen haben und freuen uns darauf, wieder viele Besucher willkommen zu heißen, sobald die Coronavirus-Pandemie abgeklungen ist“, sagte einer der Beamten.

Anzeige
Anzeige