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HomeNachrichten aus JapanKontroverses japanisches Kosmetikunternehmen soll keine Moomin-Charaktere mehr verwenden

Philosophie von Moomin widerspricht Aussagen von DHC Corp.

Kontroverses japanisches Kosmetikunternehmen soll keine Moomin-Charaktere mehr verwenden

Das Kosmetikunternehmen DHC Corp. hat in der Vergangenheit mit rassistischen Aussagen vom Firmenvorsitzenden für Empörung gesorgt. Nun wurde die Firma aufgefordert keine Moomin-Charaktere mehr zu verwenden.

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Rights and Brands Japan Co., die für die Merchandising-Rechte von Moomin-Charakteren zuständig sind, gab in einem Statment bekannt, dass sie auf die Kritik reagieren. Sie haben DHC aufgefordert, nicht mehr Produkte mit Verbindung zu den finnischen Comics zu produzieren.

Moomin-Lizenz wurde letzten Herbst verkauft

Rights and Brands Japan Co. begründet seine Entscheidung damit, dass die Charaktere, die für Vielfalt, Toleranz und andere Werte stehen, den Ansichten des Unternehmens widersprechen. Sie können dazu keine Form der Diskriminierung tolerieren und werden deswegen auf keinen Fall den Lizenzvertrag verlängern.

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Die rassistischen Aussagen gegen Koreaner wurden zwar vom Vorsitzenden Yoshiaki Yoshida getätigt, er hatte sie aber auf der offiziellen Seite der Firma veröffentlicht, die sich selbst nicht öffentlich davon distanzierte.

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Am 23. August wurden Lippen- und Handcremes mit den Figuren Moomin und Little My angeboten. Der Verkaufsstart wurde dabei von der offiziellen Moomin-Webseite und den Social-Media-Accounts beworben. Allerdings löste das ein Shitstorm aus und es kam zu massiver Kritik wegen der Kollaboration.

Wie Rights and Brands Japan Co. erklärte, hatten sie die Rechte bereits letzten September an DHC verkauft. Die rassistischen Aussagen vom Vorsitzenden wurden aber erst zwischen November und diesen April getätigt. Das Unternehmen versäumte es auf den Skandal zu reagieren und den Vertrag zu überprüfen.

Nicht die erste Zusammenarbeit, die beendet wird

Die entsprechenden Produkte von DHC wurden von der Moomin-Webseite bereits entfernt und alle Kollaborationsbeiträge in den sozialen Medien gelöscht.

Die Präsidentin von Rights and Brands Japan Co., Kumiko Ito, entschuldigte sich für den Vorfall bei den Fans. Sie versprechen, dass sie nun potenzielle Geschäftspartner in Menschenrechtsfragen strenger überprüfen, bevor es zu Lizenzsvereinbarungen kommt.

DHC reagierte bisher nicht auf den Vorfall. Es ist aber nicht das erste Mal, dass Geschäftspartner wegen den rassistischen Äußerungen die Zusammenarbeit beenden. Zahlreiche Lokalregierungen haben die Partnerschaften beendet, nachdem es zur Empörungswelle kam und das Unternehmen sich weder richtig entschuldigte, noch sich von Yoshida distanzierte.

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