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Städte sollten nichts sagen

Kosmetikunternehmen DHC entschuldigt sich nur heimlich für diskriminierende Aussagen

Das japanische Kosmetikunternehmen DHC Corp. ist in den letzten Monaten gleich mehrmals durch diskriminierende Aussagen gegen Koreaner aufgefallen. Wie bekannt wurde, hat sich die Firma dafür entschuldigt, allerdings nur heimlich.

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DHC hat nach dem Skandal an die Städte, mit denen sie eine Kooperation haben, Briefe geschickt, in denen sie sich für den letzten diskriminierenden Text entschuldigen. Allerdings haben sie das nie öffentlich gemacht und in den Schreiben wurden die Städte explizit gebeten, die Briefe nicht offenzulegen.

Firmenvertreter besuchen Partnerstädte

Briefe erhielten mindestens vier Gemeinden, darunter Moriya in Ibaraki und Naganuma in Hokkaido. Dokumente von Moriya belegen, dass ein Vertreter von DHC am 9. Juni das Rathaus besuchte und dem Bürgermeister sowie den Beamten die Abfolge der Ereignisse, die zu dem Vorfall führten, erklärte.

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Der Vertreter überreichte dabei eine schriftliche Entschuldigung mit den Worten: „Wir erkennen die Verantwortung für den Brief mit unangemessenen Inhalten in Bezug auf die Menschenrechte an und ziehen die Kommentare zurück“. Ebenfalls stand in dem Schreiben, dass sie versprechen, dass so etwas nicht normal passiert.

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Der Vertreter erklärte, dass der CEO nicht erwartet hat, dass seine Aussagen eine so breite Wirkung haben und er bedauert die Reaktionen. Ihrer Ansicht nach wollte er, dass Menschen sich auch seine persönliche Meinung anhören.

DHC entfernt ohne Kommentar diskriminierende Aussagen

In der Öffentlichkeit hat sich das Unternehmen weder für die diskriminierenden Beiträge auf ihrer offiziellen Webseite entschuldigt noch eine Erklärung zu den Aussagen abgegeben, die im Namen des CEOs gemacht wurden. Der CEO selbst ist schon seit Jahren für seine Anti-Koreanische Haltung bekannt.

Auch Anfragen von Menschenrechtsgruppen und Nachrichtenmedien wurden ignoriert. DHC stricht in den Beiträgen lediglich alle rassischen Aussagen aus dem Text. Gegenüber den lokalen Regierungen der Partnerstädte wurde hingegen nur ein Fehlverhalten eingeräumt.

Die diskriminierenden Kommentare und fehlenden Erklärungen sorgten dafür, dass mehrere Partnerstädte ihre Kooperationen mit dem Unternehmen kündigten. Käufer riefen gleichzeitig zu einem Boykott der Produkte auf, die auch Pflegeprodukte und Nahrungsergänzungsmittel umfassen.

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