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Kosten in Millionenhöhe

Kosten für Corona-Maßnahmen belasten Gastgeberstädte der Paralympics in Japan

Die zusätzlichen Kosten für die Corona-Maßnahmen belasten viele Städte und Gemeinden, die sich für das „Host Town„-Projekt angemeldet haben, um Trainingslager und kulturellen Austausch vor den Paralympics in Tokyo zu bieten.

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Die Grundkosten für Maßnahmen werden von der japanischen Regierung subventioniert, aber zusätzliche Maßnahmen, wie Pläne für einen sicheren Transport und die Unterbringung werden nicht bezuschusst.

Corona-Maßnahmen kosten Städte Millionen

Mehrere Gastgeberstädte rechnen daher, dass die zusätzlichen Corona-Maßnahmen Kosten in Millionenhöhe verursachen werden, besonders für Gemeinden, die weiter weg von Tokyo sind.

Die Kosten entstehen durch Maßnahmen wie einen speziellen Fahrservice vom Flughafen, damit die Sportler nicht in Kontakt mit Einwohnern kommen. Dafür müssen allerdings externe Firmen beauftragt werden, die dann auch eine spezielle Route innerhalb des Flughafens zu den Shinkansen Stationen und zu den Unterkünften vorbereiten.

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Dafür müssen diese Firmen Personal bereitstellen, das sich mit dem Flughafen- und Bahnpersonal abspricht und die Sportler begleitet. Viele Städte können kein eigenes Personal bereitstellen.

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Im April hat die japanische Regierung angekündigt, dass sich insgesamt 528 Gemeinen beim „Host Town“-Programm registriert haben. Davon haben bereits 105 ihre Bewerbung wieder zurückgezogen, da die Kosten für die Corona-Maßnahmen zu hoch waren. Weitere Gemeinden kündigten bereits an, dass sie ihre Bewerbung ebenfalls zurückziehen wollen.

Immer mehr Städte ziehen ihre Bewerbung zurück

Auch die Stadt Midori wollte 17 Sportler aus Honkong bei sich unterbringen. Bei der Planung fiel allerdings auf, dass in dem Hotel, in dem die Sportler untergebracht werden sollten, die barrierefreien Zimmer sich über mehrere Etagen verteilten. Daher hätten alle Zimmer gebucht werden müssen, um zu verhindern, dass die Sportler mit normalen Hotelgästen in Kontakt kommen. Dies hätte die Kosten auf 12 Millionen Yen (ca. 90.069 Euro) verdoppelt. Der Zuschuss der Regierung wird allerdings nur für ein Zimmer pro Besucher gezahlt. Die Stadt hat sich daher entschlossen, aus dem Programm auszutreten.

Andere Städte versuchen die Kosten irgendwie zu senken, so zum Beispiel Kami in der Präfektur Miyagi, die Athleten aus China empfangen wird. Die Stadt verzichtet darauf, sie per Flugzeug oder Zug anreisen zu lassen und hat stattdessen ein Busunternehmen beauftragt. Die Fahrt dauert allerdings fast 7 Stunden.

Neben Absagen für das Host-Programm haben mittlerweile auch viele Gemeinden ihr kulturelles Austauschprogramm für die Olympischen Spiele abgesagt, da die Befürchtung groß ist, dass man den Kontakt zwischen Einheimischen und Athleten nicht verhindern kann und dies zu einem Anstieg an Infektionen mit dem Coronavirus führt.

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