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Mehrere Millionen Yen Defizit

Kosten für die Olympischen Spiele belasten Tokyos angeschlagenen Haushalt

Tokyo hat ein Problem: Die Kosten für die Olympischen Spiele, deren Ausrichtung während der Pandemie, die Kosten noch einmal in die Höhe getrieben haben.

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Zudem hat die  Pandemie auch die Einnahmen deutlich verringert, da keine Zuschauer dabei sein durften. Dies führt nun dazu, dass die Stadtverwaltung sich an die japanische Regierung wenden muss, damit sie dabei hilft, die Kosten zu decken.

Olympische Spiele für Tokyo ein Minusgeschäft

Die Entscheidung, Zuschauer von den Veranstaltungen auszuschließen, um die Ausbreitung von Infektionen zu verhindern, hatte zur Folge, dass rund 90 Milliarden Yen (ca. 694 Millionen Euro) an Ticketeinnahmen verloren gingen.

Zusätzliche Kosten fielen auch für die Infektionspräventionsmaßnahmen bei den Spielen an, einschließlich der „Blase“, die Athleten und Offizielle von der Öffentlichkeit trennt.

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Laut des Organisationskomitees belaufen sich die Gesamtverluste der Spiele in Tokyo auf mehrere 10 Milliarden Yen.

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Die Regierung um Hilfe zu bitten, ist allerdings nicht ganz so einfach, denn als Tokyo 2013 die Bewerbung einreichte, hieß es in einem Absatz, dass die Stadtverwaltung für alle Verluste aufkommen würde.

Ein Beispiel dafür sind die Baukosten für die Olympischen Spiele, denn das Organisationskomitee wollte alle Kosten begleichen, aber Ende 2016 wurden die Stadtverwaltungen, in denen etwas für die Spiele gebaut wurde, gebeten, ein Teil der Baukosten zu übernehmen.

Zum Schluss zahlte Tokyo für Einrichtungen, auch für die, die außerhalb der Hauptstadt gebaut wurden.

Regierung bisher nicht bereit zu helfen

Allerdings war die Finanzlage von Tokyo da auch noch stabil, durch die Pandemie hat sich das aber geändert. Es bleibt der Hauptstadt also nichts anderes übrig, als mit der japanischen Regierung über die noch offenen Kosten zu verhandeln.

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Von der japanischen Regierung gab es bisher allerdings nur eine Andeutung, dass man nicht zu Verhandlungen bereit wäre.

Ein Beamter des Finanzministeriums sagte, es bestehe keine Notwendigkeit für die Regierung, für Verluste der Olympischen Spiele aufzukommen, da die Stadtverwaltung dies eindeutig selbst tun könne.

Zudem steht die Frage im Raum, ob die einzelnen Ausgaben eigentlich angemessen waren, denn sie gehen über das hinaus, was als notwendig erachtet wurde.

Außerdem wurden sechs neue Veranstaltungsorte für die Olympischen Spiele gebaut, von denen nur einer voraussichtlich Gewinn erwirtschaften wird.

Die anderen fünf werden Schätzungen zu Folge pro Jahr zusammen ein Minus von 1 Milliarde Yen produzieren.

Ein Beamter der Stadtverwaltung sagte, dass man verpflichtet sei, den Einwohnern von Tokyo genau zu erklären, was sie als Gegenleistung für die Billionen Yen erhalten haben, die für die Olympischen Spiele ausgegeben wurden, die inmitten der Coronavirus-Pandemie stattfanden.

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