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Regierung will Problem beheben und für Ersatz sorgen

Kostenlose Masken der japanischen Regierung sind mit Schimmel und Käfern verseucht

Zurzeit muss sich die japanische Regierung eine Menge Kritik anhören. Die Maßnahme, an 50 Millionen Haushalte zwei wiederverwendbare Stoffmasken zu verteilen, sorgte von Anfang an für Unmut. In den letzten Tagen wurde nun zusätzlich deutlich, dass es weitere Probleme gibt. Erst wurde gemeldet, dass die Masken zu klein sind, dann gaben Schwangere an, dass ihre Lieferungen mit Flecken, Haar und Staub verschmutzt sind. Jetzt gibt es die Meldung, dass reguläre Haushalte Gesichtsmasken mit Schimmel und Käfern erhalten.

Seit dem 17. April wurden die Masken an die Haushalte verteilt. Es dauerte allerdings nicht lange, bis die ersten Beschwerden bekannt wurden. Auf den sozialen Medien tauchten Bilder von noch eingepackten Masken auf, die mit Flecken oder gar Schimmel verdreckt waren. Ebenfalls waren in einigen Verpackungen auch Insekten zu sehen.

Schon mehr als 1.000 Beschwerden

Viele waren eigentlich dankbar für den Mundschutz und massiv schockiert, als sie sahen, in was für einem Zustand die Masken waren. Weiter merkten zahlreiche Personen an, dass ihre Masken merkwürdig riechen. Neben den Verschmutzungen wurde zusätzlich festgestellt, dass besonders für erwachsene Männer der Mundschutz zu klein und damit unsicher ist. Es wundert deswegen nicht, dass Menschen sich unter #Abenomask über den japanischen Premierminister Shinzo Abe und seine Maßnahmen lustig machten.

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Wirklich zum Lachen ist vielen jedoch nicht zumute. Das Gesundheitsministerium bestätigte dazu, dass alleine bis zum 17. April knapp 30 Millionen Masken an Schwangere, medizinische Einrichtungen, Kinderbetreuungen und Pflegeheime gingen. Davon gab es bereits mehr als 1.900 Beschwerden wegen fehlerhaften oder schmutzigen Masken. Besonders betroffen von dem Problem waren dabei Schwangere. Nicht einbezogen in die Beschwerden sind Probleme mit der Größe der Masken.

Regierung wollte eigentlich Vertrauen gewinnen

Das Ministerium ist sich mittlerweile bewusst, dass es massive Probleme mit dem Mundschutz gibt. Ein Sprecher gab an, dass sie bereits bei den Herstellern nachfragen, wie es zu den Mängeln kommt. Gleichzeitig arbeiten sie daran, die verseuchten und kaputten Stoffmasken schnell zu ersetzen. Namen der unterschiedlichen Hersteller will das Ministerium nicht nennen. Noch am Mittwoch hatte Kabinettschef Yoshihide Suga gegenüber Reportern angegeben, dass sie sicherstellen wollen, dass die Bevölkerung Vertrauen in die Sicherheit der Masken hat.

Die Verteilung der Masken selbst kostet die japanische Regierung umgerechnet 401,8 Millionen Euro. Viele sind der Ansicht, dass das Geld in anderen Maßnahmen besser angelegt würde und die Masken eine sehr schlechte Maßnahme sind.

Menschen wünschen sich eigentlich andere Maßnahmen

Aufgrund der derzeitigen Probleme fordern einige Menschen deswegen einen Stopp der Verteilung. Stattdessen sind viel mehr Menschen dafür, dass medizinische Einrichtungen ausreichend Material kriegen, Ärzte sowie Krankenschwestern Unterstützung bekommen und dass ein umfassendes, gutes Testsystem entwickelt wird.

Davon will die Regierung bis jetzt nicht wissen. Sie halten nach dem aktuellen Stand an der Politik fest. Geändert wurde bis jetzt nur das Unterstützungsgeld. Was ursprünglich erst nur für bedürftige Familien gedacht war, soll nun an alle Menschen gehen. Dafür ist die Summe jedoch deutlich kleiner, was für viele wahrscheinlich am Ende auch keine große Hilfe ist.

Kyodo

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