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Gericht lehnt Entschädigung ab

Krebsentschädigung eines ehemaligen Mitarbeiters von TEPCO wird abgelehnt

Mehr als zehn Jahre liegt die nukleare Katastrophe von Fukushima Daiichi bereits zurück. Ein ehemaliger Mitarbeiter des Kernkraftwerks hat wegen seiner Krebserkrankung, die angeblich durch die Strahlung verursacht wurde, und wurde nun abgelehnt.

Der heute 63 Jahre alte ehemalige Angestellte von Tokyo Electric Power Company Holdings Inc. (TEPCO) hatte beim Bezirksgericht von Sapporo eine Schadensersatzforderung eingereicht, da er bei den Aufräumarbeiten nach der Katastrophe geholfen hat und dadurch an mehreren Krebsformen erkrankt sein soll.

Gericht sieht keine Verbindung zwischen Erkrankungen und der Strahlung in Fukushima

Er hatte an dem zerstörten Kernkraftwerk mit schwerem Gerät von Juli bis Oktober 2011 gearbeitet. Zwischen 2012 und 2013 wurden dann bei ihm Blasen-, Magen- und Darmkrebs diagnostiziert.

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Von TEPCO, dem Generalkonstrukteur Taisei Corp. und dem Subunternehmer hatte der Mann insgesamt eine Summe von 64 Millionen Yen (ca. 482.944 Euro) gefordert. Die Forderung wurde jedoch am Donnerstag vom Gericht mit der Begründung abgewiesen, dass es keinen kausalen Zusammenhang zwischen den Aufräumarbeiten und den Krebserkrankungen gibt.

Laut ihnen habe bei dem Mann die Latenzzeit schon vor den Arbeiten begonnen, womit nicht die Strahlung an seinen Erkrankungen schuld sein kann. Seine letzte Diagnose erfolgte nur 22 Monate nach seinem Arbeitsbeginn und laut dem Vorsitzenden Richter benötigt Krebs jedoch eine Mindestlatenzzeit von fünf Jahren.

Nicht die erste Klage wegen Krebserkrankungen

TEPCO selbst bestreitet, dass es irgendeinen Verbindung zwischen der Beseitigung der Trümmer und den Erkrankungen gibt. Sie forderten deswegen, dass die Klage abgewiesen wird. Taisei gab hingegen an, dass die Versorgungsunternehmen die Entschädigung übernehmen sollen, wenn wirklich die Strahlung Schuld an den Erkrankungen ist.

Der ehemalige Mitarbeiter hatte bereits versucht über eine separate Klage eine Arbeitsentschädigung von der Regierung zu erhalten. Das Gericht lehnte sie jedoch aus demselben Grund ab. Ob der Mann nun Berufung gegen das Urteil einlegen wird, ist nicht bekannt. Er ist jedoch nicht der erste Angestellte, der nach seiner Arbeit in Fukushima an Krebs erkrankt ist.

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