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Digitaler Betrug steigt an

Kriminalität in Japan auch im ersten Halbjahr 2020 rückläufig

Die Kriminalität in Japan ist in den ersten sechs Monaten des Jahrs weiterhin rückläufig, wie Daten der nationalen Polizeibehörde zeigen.

Laut den Daten hat die Polizei in Japan zwischen Januar und Juni landesweit insgesamt 307.644 Straftaten verzeichnet. Das entspricht einen Rückgang von 15,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Zahl der Kriminalität auf der Straße sank dank Ausnahmezustand deutlich

Die Zahl der „Straßenverbrechen“, inklusive Fahrraddiebstahl, ging im ersten Halbjahr um 22,4 Prozent auf 99.573 Fälle zurück. Der Rückgang der Straßenkriminalität war besonders auffällig in der Zeit, als Japan im April in den Ausnahmezustand versetzt wurde.

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Die Daten zeigen, dass die Kriminalität während der Pandemie schneller zurückgegangen ist, als im Vorjahreszeitraum. Zum fünften Mal in Folge wurden so wenige Straftaten wie noch nie in der Nachkriegszeit registriert.

Nach Kategorien gingen Diebstähle um 17,8 Prozent auf 211.409 zurück, sexuelle Straftaten um 15,5 Prozent auf 3.336 und Wirtschaftskriminalität, einschließlich Betrug, um 9,6 Prozent auf 16.354.

Morde und Raubüberfälle sanken um 5,7 Prozent, die Zahl der gewalttätigen Übergriffe sank um 9,2 Prozent.

Zahl von bestimmten Betrugsfällen gestiegen

Kommunikationsbetrug, der Online- oder Telefonbetrug umfasst und getrennt von herkömmlichen Betrugsfällen behandelt wird, ging um 14,4 Prozent auf 6.861 zurück, wobei der Gesamtbetrag des betrogenen Geldes 12,86 Milliarden Yen betrug.

Trotz des Abwärtstrends stiegen die Betrugsfälle, in denen Geld gestohlen wird, um 22,4 Prozent auf 1.705.

Die japanische Polizei ergriff in 136.531 Fällen Strafverfolgungsmaßnahmen gegen 88.523 Straftäter, was einem Rückgang von 3,3 Prozent bzw. 4,4 Prozent entspricht. Die Zahl der jugendlichen Straftäter ging um 3,4 Prozent auf 9.024 zurück.

Der Prozentsatz der Fälle, die mit einer Verhaftung endeten, stieg um 5,6 Punkte auf 44,4 Prozent.

In Japan erreichten die Kriminalität im Jahr 2002 einen Höhepunkt, als die Polizei 2.853.739 Fälle verzeichnete.

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