Stats

Anzeige
Home News Kriminalität & Recht 18 Millionen Yen durch das digitale Zahlungssystem von NTT Docomo gestohlen

Unzureichende Sicherheitsmaßnahmen machten es Betrügern leicht

18 Millionen Yen durch das digitale Zahlungssystem von NTT Docomo gestohlen

Wie NTT Docomo bekannt gab, sind über 18 Millionen Yen aus Bankkonten gestohlen worden, die mit dem digitalen Zahlungssystem des Unternehmens verbunden sind.

Laut Japans größtem Mobilfunkanbieter hat die Polizei eine Untersuchung wegen mutmaßlichen Betrugs begonnen.

66 Fälle von unautorisierten Zahlungen über das digitale Zahlungssystem bekannt

Bis Donnerstag seien 66 Fälle von nicht autorisierten Abhebungen von Konten bei 11 Banken, die mit dem Zahlungsdienst verbunden sind, bestätigt worden, so NTT Docomo.

„Unsere Maßnahmen zur Überprüfung der Identität der Benutzer waren unzureichend“, sagte Seiji Maruyama, Senior Executive Vice President von NTT Docomo, auf einer Pressekonferenz in der Zentrale in Tokyo.

Lesen sie auch:
8,9 Millionen Menschen in Japan waren 2019 von Cyberattacken betroffen

NTT Docomo hat seinen Dienst eingeschränkt und erlaubt es Kunden nicht mehr, seinen Zahlungsdienst mit Konten bei 35 Partnerbanken zu verbinden.

Zudem will das Unternehmen mit Banken verhandeln, damit die Opfer die gestohlenen Beiträge in voller Höhe zurückbekommen.

Die Financial Service Agency hat NTT Docomo angewiesen, über die Ursache der Situation und Verbesserungsmaßnahmen zu berichten. Der Mobilfunkanbieter teilte mit, dass er auf die Anfrage bis nächsten Donnerstag antworten werde.

Im Mai letzten Jahres gab es ähnliche Fälle von unzulässigen Abhebungen von Konten der Resona Bank im Zusammenhang mit dem digitalen Zahlungsdienst von NTT Docomo, aber der Mobilfunkanbieter sagte, er habe es versäumt, die Identitätsprüfungen der Benutzer zu verstärken, um eine Wiederholung zu verhindern.

Unter den 35 Partnerbanken hätten sieben regionale Kreditgeber alle Transaktionen mit dem Zahlungsdienst gestoppt.

Die Nutzer des E-Geld-Dienstes können ihre Smartphones für Zahlungen in Geschäften und für Geldüberweisungen nutzen und E-Geld leicht verfügbar machen, wenn sie den Dienst mit ihren Bankkonten verknüpfen.

Sicherheitsmaßnahmen unzureichend

Jeder kann den Dienst durch die Registrierung einer E-Mail-Adresse nutzen, auch ohne einen Vertrag zu unterzeichnen, was bedeutet, dass die Identitätskontrollen nicht so streng waren wie bei Mobiltelefon-Abonnenten.

In den jüngsten Fällen wird vermutet, dass sich Dritte die Kontonummern und Passwörter der Opfer verschafft und sie zur Registrierung benutzt haben, um Gelder zu überweisen.

Um eine Wiederholung zu verhindern, sagte NTT Docomo, es werde zusätzliche Identifizierungsschritte für diejenigen einführen, die keinen Mobilfunkvertrag mit dem Unternehmen haben, wie z.B. die Verpflichtung, Fotos und Ausweise zu registrieren.

Der digitale Zahlungsdienst soll nach der Sicherstellung von Sicherheitsmaßnahmen wieder aufgenommen werden.

In Japan kommt es immer wieder zu Diebstählen von Geld über bargeldlose Zahlungssysteme. Im Juli letzten Jahres wurden Hunderte von Kundenkonten für den bargeldlosen Bezahlservice bei Seven-Eleven Convenience Stores in Japan gehackt.

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren:

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here

Anzeige