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HomeNachrichten aus JapanKriminalität & Recht95-jährige Japanerin bleibt wegen Mordes verurteilt

Kein neues Verfahren für wegen Mordes verurteilte Frau aus Kagoshima

95-jährige Japanerin bleibt wegen Mordes verurteilt

Am Mittwoch wurde seitens eines japanischen Bezirksgerichts die erneute Aufnahme des Verfahrens der wegen Mordes verurteilten Ayako Haraguchi aus Kagoshima abgelehnt.

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Es war in diesem Fall bereits das vierte Mal, dass eine Wiederaufnahme des Verfahrens von der japanischen Justiz abgelehnt wurde.

Nach Berufung neues Verfahren beim Obersten Gericht in Fukuoka ?

Die 95-Jährige hatte wegen Mordes an ihre Schwager in Kagoshima 10 Jahre im Gefängnis gesessen und immer wieder versucht, ihre Unschuld vor Gericht zu beweisen.

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Aber auch der jetzige, vierte Anlauf, bei dem von Frau Haraguchis Anwälten neue Beweise wie gerichtsmedizinische Berichte und Analysen von Psychologen vorgelegt wurden, führte zu keinem Erfolg.

Vom vorsitzenden Richter Masato Nakata wurde eine Neuaufnahme des Verfahrens abgelehnt, da dieser die vorgelegten Beweise als für „nicht eindeutig genug“ ansah.

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Frau Haraguchis Anwälte erwägen nach dieser erneuten Niederlage nun, gegen diese Entscheidung Berufung beim Obersten Gericht in Fukuoka einzulegen.

Vergeblicher Kampf um den Beweis ihrer Unschuld

Frau Haraguchi soll laut Aussage ihrer Schwägerin 1979 die Tötung ihres Schwagers vorgeschlagen haben und dann die Tat zusammen mit anderen Familienmitgliedern vollzogen haben. Sie wurde dafür 1980 vom Bezirksgericht Haraguchi wegen Mordes verurteilt.

Die Tat selbst wurde von Frau Haraguchi stets bestritten und seitens der Staatsanwaltschaft konnten gegen sie auch niemals Beweise für eine direkte Verbindung mit der Tat vorgelegt werden.

Schon während der zehnjährigen Haft als auch danach wurde von ihr daher immer wieder eine Wiederaufnahme des Verfahrens beantragt. All diese Anträge wurden jedoch letztendlich, zum Teil auch von höheren Gerichten, abgewiesen.

Auch Frau Haraguchis inzwischen verstorbenem Ehemann, der wegen derselben Tat acht Jahre im Gefängnis sitzen musste, wurde posthum eine Wiederaufnahme des Verfahrens verweigert.

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