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Home News Kriminalität & Recht Amokfahrer von Harajuku zu 18 Jahren Haft verurteilt

Neun Menschen wurden zum Neujahr verletzt

Amokfahrer von Harajuku zu 18 Jahren Haft verurteilt

2019 endete für mehrere Menschen in Tokyo der erste Neujahrstag fast in einer Tragödie. Ein Mann war absichtlich mit einem Auto in die belebte Einkaufsstraße Takeshita-dori in Harajuku gerast. Ein Gericht verurteilte den Amokfahrer jetzt zu 18 Jahren Haft.

Bereits am 17. März wurde der 23 Jahre alte Mann vom Bezirksgericht von Tokyo offiziell für versuchten Mord und weitere Verbrechen für schuldig befunden. Der Vorsitzende Richter Kenichi Nagafuchi sagte zu der Tat des Mannes, dass sie mit hoher Wahrscheinlichkeit geplant war und er keine Rücksicht auf Menschenleben nahm.

Täter war geistig zurechnungsfähig

Vor Gericht gab der Angeklagte an, dass er niemanden töten wollte. Er widersprach damit seinen ersten Aussagen nach der Tat, wo er angab, dass er möglichst vielen Menschen Schaden wollte. Deswegen entschied der Amokfahrer sich für die Einkaufsstraße und nutzte die Bremse nicht.

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Die Verteidigung erklärte dazu, dass der Mann an Schizophrenie leidet und versuchte ein milderes Urteil zu erreichen. Das Gericht entschied jedoch, dass die Krankheit sich kaum auf die Tat auswirkte und er sie bei vollem Geisteszustand durchgeführt hat.

Der Mann hatte am frühen Morgen des 1. Januars 2019 sein Auto in die Einkaufsstraße rasen lassen und dabei neun Personen verletzt, acht davon schwer. Zu dem Zeitpunkt war die Straße sehr voll, weil viele Menschen wegen des Neujahrs unterwegs waren und zum Meiji Schrein in der Nähe wollten.

Amokfahrer plante auch Anschläge in Osaka

Untersuchungen zeigten, dass die Tat genau geplant war. Der Mann hatte sich in der Präfektur Osaka ein Auto gemietet und war einen Tag zuvor nach Tokyo gefahren, um die Gegend auszukundschaften. Zum Neujahr wollte er einen Amoklauf durch die Stadt starten.

Ursprünglich wollte er allerdings den Meiji Schrein anzünden, was aufgrund der starken Sicherheitsmaßnahmen jedoch verhindert wurde. Der Mann entschloss sich deswegen in die Menschenmasse zu fahren, mit dem Ziel so viele zu verletzten wie möglich. Gestoppt wurde er nur, weil er ein Gebäude rammte und das Auto fahruntauglich wurde. Der Amokfahrer flüchtete anschließend zu Fuße in einen Park, wo er später festgenommen wurde.

Im Wagen wurden später 20 Liter Kerosin und ein Hochdrucksprühgerät gefunden. Bei einer Befragung erklärte der Mann zusätzlich an, dass er auch in Osaka Menschen verletzten wollte. Als Motiv für seine Tat gab er an, dass er sich damit für die Todesstrafe rächen wollte. Er selbst ist dieser knapp entkommen, da keins der Opfer zu Tode kam.

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